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Pakettransporteur eignet sich 800 Retourenpakete an

Symbolbilder. iStock/gorodenkoff
Symbolbilder. iStock/gorodenkoff

Aufklärung einer Paketdiebstahlsserie in Oberösterreich: Ein 45-jähriger Österreicher unterschlug von März 2020 bis Jänner 2022 rund 800 Retourenpakete im Wert von mehrere tausend Euro.

Aufgrund der Corona-Pandemie explodierten in den Jahren 2020 und 2021 die Paketzustellungen rasant. Von Waschmaschinen über Möbel bis hin zu teuren Elektronik-Produkten wurde alles nur noch online bestellt und geliefert. Damit stiegen auch die Bestellbetrügereien mit gefälschten oder verfälschten Ausweisen. Aber auch die Paketdiebstähle waren rasch an der Tagesordnung.

Ausforschungsdienst der Post

Anfang des Jahres konnte der posteigene Ausforschungsdienst einen 45-jährigen Österreicher im Bezirk Grieskirchen mit einem Paketdiebstahl in Verbindung bringen. Weitere Ermittlungen folgten. Dem Mann konnten letzten Endes der Diebstahl von etwa 800 Paketen zugeschrieben werden, die im Zeitraum von März 2020 bis Jänner 2022 verschwunden waren.

Auch eigene Retouren gestohlen

Der Beschuldigte hatte sich dabei vorwiegend auf Retourwaren konzentriert, da von den Firmen in den überwiegenden Fällen bereits Entschädigungen oder Rücküberweisungen stattgefunden haben und die Waren somit den eigentlichen Empfängern nicht mehr in Rechnung gestellt wurden. In einigen Fällen eignete er sich eigene Retourwaren an, also Bestellungen, die er selbst durchgeführt hatte und wieder zurücksendete.

Sechsstelliger Euro-Bereich

Der Wert der gestohlenen Waren soll sich auf einen sechsstelligen Euro-Bereich belaufen. Die gestohlenen Gegenstände verkaufte der Paketdieb dann noch via Internet. So brachte er die entwendeten Fernsehgeräte, Kaffeemaschinen und Kleidungsstücke wieder an den Mann. Der Beschuldigte ist geständig.

Quelle: LPD Oberösterreich

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