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Vergewaltigungsprozess

Party in Wien eskalierte: Frau nach Überdosis in komaähnlichem Zustand vergewaltigt

Party in Wien eskalierte: Frau nach Überdosis in komaähnlichem Zustand vergewaltigt
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Weihnachten, eine Wiener Wohnung, drei Männer aus begüterten Verhältnissen – und eine Nacht, die für die Opfer fast tödlich endete.

Drei junge Männer – einer davon 25-jährig und in den USA geboren, ein weiterer 22 Jahre alt und in Paris zur Welt gekommen, entstammend einer angesehenen Wiener Familie, der Dritte 21 Jahre alt und Absolvent eines Wiener Gymnasiums – verbanden mehr als nur ihre Herkunft aus wohlhabenden Verhältnissen. Alle drei hatten kurz vor dem Schulabschluss die Bildungseinrichtung verlassen und gerieten in der Folge auf Abwege. Die Zeit, die ihnen als beschäftigungslose Sprösslinge begüterter Eltern reichlich zur Verfügung stand, füllten sie vorwiegend mit Drogenkonsum und exzessiven Feiern.

Nacht der Gewalt

Was sich am 25. Dezember des vergangenen Jahres in einer Wiener Wohnung ereignet haben soll, brachte alle drei in Untersuchungshaft. Den Schilderungen der Staatsanwaltschaft zufolge soll zunächst die Freundin des Zweitangeklagten – eine frühere Schulkollegin des ältesten der drei Männer – gemeinsam mit ihren Begleiterinnen von den Beschuldigten zu sexuellen Handlungen zu dritt gedrängt worden sein, was die Frauen ablehnten.

Im weiteren Verlauf des Abends sollen ihnen Benzodiazepine, Oxycodon sowie Cannabis aufgezwungen worden sein, wodurch sie laut Anklage „in einen Zustand gebracht wurden, in dem sie nicht mehr entscheiden konnten.“ Zwei der drei Männer sollen daraufhin über zwei der wehrlosen Frauen hergefallen sein, während der Dritte das Geschehen mit seinem Mobiltelefon aufzeichnete.

Anschließend soll er laut Anklageschrift zusätzlich mit einer Schusswaffe hantiert haben. Eine der Frauen fiel infolge einer Überdosierung nach Angaben der sichtlich erschütterten Staatsanwältin in einen komaähnlichen Zustand. Nur weil der Dritte – er wird von Anwalt Wissam Barbar vertreten – schließlich doch den Rettungsdienst alarmierte, überlebte das am schwersten betroffene Opfer diese Nacht.

Widersprüchliche Aussagen

In ihren Befragungen schoben die Angeklagten die Verantwortung wechselseitig aufeinander ab. Mal hieß es, alle Handlungen seien einvernehmlich erfolgt, mal wurde behauptet, es sei gar nicht so weit gekommen.

„Ich habe keinen hochbekommen“, erklärte der Erstangeklagte. Jener, dem aufgrund des Vorfalls mit der Waffe zusätzlich gefährliche Drohung zur Last gelegt wird, gab an, er habe mit der Waffe in der Hand den anderen „Stopp Vergewaltigung“ zugerufen. Die Urteile stehen noch aus. Die Unschuldsvermutung gilt.

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KO KOSMO-Redaktion
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