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Chaos

Passagier-Ansturm auf ÖBB-Railjet: Polizei schmeißt Fahrgäste raus

Passagier-Ansturm auf ÖBB-Railjet: Polizei schmeißt Fahrgäste raus
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Gedränge, Polizeieinsatz, eine Stunde Verspätung – und der Zug fuhr trotzdem überfüllt ab. Udine sorgte für einen Reise-Alptraum.

Am Sonntag spielten sich am Bahnhof Udine in Norditalien turbulente Szenen ab: Ein Railjet mit Ziel Österreich sollte deutlich mehr Reisende aufnehmen, als der Zug fassen konnte. Bereits vor der Einfahrt des Zuges herrschte auf dem Bahnsteig nach Angaben einer Reisenden dichtes Gedränge. Die planmäßige Abfahrt war für 15.59 Uhr vorgesehen – doch mit dem Eintreffen des Railjets eskalierte die Lage weiter.

„In Udine war der Bahnsteig schon extrem voll und als der Zug dann pünktlich kam, herrschte ziemliches Chaos, weil die reservierten Sitzplätze nicht angeschrieben waren“, erzählt eine betroffene Reisende, die anonym bleiben möchte, gegenüber der „Kleinen Zeitung“. Über Lautsprecher wurden die Passagiere mehrfach aufgefordert, den Zug zu verlassen, sofern sie keine Sitzplatzreservierung hatten. „Aber das haben viele nicht akzeptieren wollen, weil sie ja ein gültiges Ticket für genau diesen Zug hatten“, sagt die Augenzeugin der Tageszeitung.

Polizei greift ein

Da die Situation immer unübersichtlicher wurde, rückte schließlich die Polizei an. „Irgendwann sind dann Polizisten gekommen und haben versucht, Leute aus dem Zug zu werfen, was ihnen aber auch nur teilweise gelungen ist“, erzählt die Frau gegenüber der „Kleinen Zeitung“. Für zusätzliche Anspannung sorgte der Umstand, dass viele Fahrgäste Anschlussverbindungen erreichen mussten und entsprechend unter Zeitdruck standen.

Zug überfüllt

Schließlich rollte der Railjet laut der Reisenden mit rund einer Stunde Verspätung aus dem Bahnhof – allerdings nach wie vor überfüllt: „Letztendlich sind wir dann mit einer Stunde Verspätung gefahren, aber immer noch überbesetzt.“ Einer Zugbegleiterin zufolge bietet der Railjet Platz für 440 Personen. Beim Abfahren sollen sich jedoch rund 600 Reisende an Bord befunden haben, während angeblich sogar etwa 800 Personen mitfahren wollten. Offizielle Zahlen, die diese Angaben bestätigen, liegen nicht vor.

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KO KOSMO-Redaktion
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