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Reisechaos

Piloten-Aufstand legt Lufthansa lahm – Hunderte Flüge gestrichen

Piloten-Aufstand legt Lufthansa lahm – Hunderte Flüge gestrichen
FOTO: iStock/Nate Hovee
3 Min. Lesezeit |

Wieder Streik bei Lufthansa – und diesmal trifft es mehr Passagiere als je zuvor. 48 Stunden, die es in sich haben.

Kaum vier Wochen nach dem Ende des vorangegangenen Warnstreiks hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr als 5.000 Piloten zu einem zweitägigen Ausstand aufgerufen. Beim vorherigen Streik am 12. Februar waren mehr als 800 Flüge ausgefallen. Betroffen sind Abflüge der Lufthansa, der Frachtsparte Lufthansa Cargo sowie erstmals auch der Regionalgesellschaft Lufthansa CityLine. Flüge der Konzerntochter Eurowings sollen dagegen wie geplant durchgeführt werden.

Der Streik gilt für alle Starts von deutschen Flughäfen im Zeitraum von Donnerstag, 12. März, 00:01 Uhr, bis Freitag, 13. März, 23:59 Uhr. Für Reisende ist in diesen 48 Stunden mit einer Vielzahl an Streichungen und Verspätungen zu rechnen. Branchenkenner schätzen, dass im In- und Auslandsverkehr Hunderte Verbindungen wegfallen könnten.

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Ausnahmen & Alternativen

Die Lufthansa gibt an, alles daran zu setzen, die Folgen für Passagiere so gering wie möglich zu halten. Dazu sollen unter anderem Partnerfluggesellschaften einzelne Strecken übernehmen und Verbindungen innerhalb der Lufthansa Group neu verteilt werden. Wo eine Alternativverbindung per Flugzeug nicht realisierbar ist, werden betroffene Reisende teilweise auf Bahnverbindungen umgebucht.

Eine wesentliche Ausnahme vom Streikaufruf betrifft Flüge von Deutschland in bestimmte Länder des Nahen Ostens – begründet mit der aktuell angespannten Sicherheitslage in der Region. Nicht bestreikt werden demnach Verbindungen nach Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch etwaige Rückholaktionen aus Krisenregionen sollen von den Arbeitsniederlegungen unberührt bleiben.

Bei Lufthansa CityLine ist der Ausstand vorerst auf einen einzigen Tag beschränkt: Dort sollen die Piloten ausschließlich am 12. März zwischen 00:01 und 23:59 Uhr die Arbeit ruhen lassen. Hintergrund des gesamten Arbeitskampfes sind mehrere seit Längerem festgefahrene Tarifauseinandersetzungen innerhalb des Lufthansa-Konzerns. „Wir bitten betroffene Passagiere um Verständnis. Ein Streik ist für uns immer das letzte Mittel und kein Selbstzweck“, erklärt VC-Präsident Andreas Pinheiro.

Infos für Reisende

„Die Arbeitgeber haben auch jetzt noch die Möglichkeit, die Arbeitskämpfe durch ein verhandlungsfähiges Angebot abzuwenden“, so Pinheiro weiter. Für Fluggäste bleibt die Lage dennoch unübersichtlich. Ab Mittwoch sollen betroffene Passagiere automatisch darüber informiert werden, ob ihre Verbindung aufrechterhalten wird oder ausfällt.

Wer seine Buchung über ein Reisebüro vorgenommen hat, wird gebeten, sich dort direkt zu erkundigen.

Die Fluggesellschaft empfiehlt außerdem, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Status des jeweiligen Fluges über die Lufthansa-Website oder die zugehörige App abzurufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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