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Sicherheitstipp

PIN auf der Bankkarte: In welchen Fällen das praktisch sein könnte

Kreditkarte
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Ein einfacher Notizzettel könnte Ihre Bankkarte vor Betrügern schützen. Der Trick ist simpel, aber wirkungsvoll – und führt Kriminelle gezielt in die Irre.

Obwohl mobile Zahlungsdienste via Smartphone zunehmend an Beliebtheit gewinnen, bleiben Bankkarten ein bevorzugtes Zahlungsmittel vieler Konsumenten. Während manche Einkäufe ohne zusätzliche Sicherheitsabfrage abgewickelt werden können, erfordert ein variables Zufallssystem bei bestimmten Transaktionen entweder eine Unterschrift oder die Eingabe einer vierstelligen PIN. Diese persönliche Identifikationsnummer sollte ausschließlich dem rechtmäßigen Karteninhaber bekannt sein.

Betrüger haben verschiedene Strategien entwickelt, um an die geheimen PIN-Codes ihrer Opfer zu gelangen. Eine verbreitete Taktik ist das sogenannte “Shoulder Surfing” (Ausspähen durch Beobachtung), bei dem Kriminelle die Eingabe der Geheimzahl durch aufmerksame Beobachtung ausspähen. Ebenso gefährlich ist die “Skimming”-Methode (Kartendaten-Diebstahl), bei der Geldautomaten technisch manipuliert werden, um Kartendaten unbemerkt auszulesen.

Für Kriminelle ist daher nicht nur der Diebstahl der Bankkarte selbst von Interesse. Um tatsächlich Zugriff auf fremdes Geld zu erhalten, benötigen sie zusätzlich die PIN – die Abkürzung steht für “Personal Identification Number”. Erst die Kombination aus Karte und korrekter Geheimzahl ermöglicht den Betrügern den Zugriff auf fremde Konten. Ein einfacher Trick kann jedoch helfen, größeren Schaden zu vermeiden.

Falscher PIN-Trick

Eine wirksame Präventionsmaßnahme besteht darin, einen Notizzettel mit einer falschen PIN gemeinsam mit der Bankkarte aufzubewahren. Im Falle eines Diebstahls werden Kriminelle vermutlich diese falsche Nummer eingeben, was nach drei fehlgeschlagenen Versuchen zur automatischen Sperrung der Karte führt. Besonders effektiv ist dieser Trick, wenn die Zahlen absichtlich undeutlich geschrieben werden – etwa so, dass Ziffern wie 3 und 8 oder 1 und 7 leicht verwechselt werden können.

Weitere Schutzmaßnahmen

Der Täuschungszettel sollte jedoch nur eine von mehreren Sicherheitsvorkehrungen sein. Die Polizei empfiehlt grundsätzlich, bei der PIN-Eingabe stets darauf zu achten, dass niemand das Tastenfeld einsehen kann. Bankkarten sollten immer nah am Körper getragen werden. Auch auf die Vernichtung fehlerhafter Kartenbelege sollte man bestehen.

Bei Verlust der Karte ist eine umgehende Sperrung des Kontozugriffs unerlässlich.