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Diplomatie

Plötzliche Kehrtwende: Trump verlängert Iran-Waffenruhe

Plötzliche Kehrtwende: Trump verlängert Iran-Waffenruhe
(FOTO: EPA / AARON SCHWARTZ / POOL)
2 Min. Lesezeit |

Zwischen Waffenruhe und Blockade: Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran übernimmt ein unerwarteter Akteur eine Schlüsselrolle.

Donald Trump hat angekündigt, die Feuerpause zwischen den USA und dem Iran solange aufrechtzuerhalten, bis Teheran einen konkreten Vorschlag zur Beilegung des Konflikts vorlegt und die laufenden Gespräche zu einem Abschluss gebracht worden sind. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibt davon unberührt und weiterhin in Kraft.

Den Hintergrund für Trumps Entscheidung bildet ein Ersuchen Pakistans: Sowohl Feldmarschall Asim Munir als auch Premierminister Shehbaz Sharif hatten Washington gebeten, einen weiteren Angriff auf den Iran vorerst zurückzuhalten – mit der Begründung, dass die iranische Führung intern gespalten sei und zunächst einen einheitlichen Vorschlag erarbeiten müsse. Pakistan tritt in diesem Konflikt als Vermittler auf und hat beide Seiten zu einer neuen Gesprächsrunde eingeladen.

Pakistans Vermittlerrolle

Pakistans Regierungschef Sharif sprach Trump seinen ausdrücklichen Dank für die Verlängerung der Waffenruhe aus und appellierte an beide Konfliktparteien, den Verhandlungsweg konsequent weiterzugehen. Er verbindet mit der geplanten zweiten Gesprächsrunde in Islamabad die Hoffnung auf ein umfassendes Friedensabkommen.

Die US-Streitkräfte bleiben derweil in voller Einsatzbereitschaft. Trump unterstrich seinerseits, dass die Blockade der Straße von Hormus eine unverzichtbare Voraussetzung für jedes Abkommen mit dem Iran sei. Er erklärte, dass es kein Abkommen geben könne, wenn die Straße von Hormus geöffnet werde, es sei denn, die USA würden den Iran militärisch angreifen.

Offene Streitpunkte

Aus Teheran kam zunächst keine Reaktion auf Trumps Äußerungen, und neue militärische Aktivitäten des Iran wurden nicht gemeldet. Die geplante Reise von US-Vizepräsident JD Vance nach Pakistan für Gespräche vor Ort wurde abgesagt.

Bereits vor einer Woche waren Verhandlungen zwischen Washington und Teheran ohne greifbares Ergebnis geblieben, da beide Seiten einander gegenseitig Verstöße gegen die vereinbarte Feuerpause vorwarfen. Neben der Blockade der Straße von Hormus bleibt auch die iranische Urananreicherung ein zentraler Streitpunkt. Trump hatte den Militäreinsatz gegen den Iran ursprünglich mit der Einschätzung begründet, dass Teheran kurz vor der Entwicklung von Atomwaffen stehe.

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KO KOSMO-Redaktion
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