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Flugausfälle

Streik und Treibstoffkosten: Lufthansa streicht 20.000 Flüge

Streik und Treibstoffkosten: Lufthansa streicht 20.000 Flüge
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2 Min. Lesezeit |

Infolge der Schließung ihrer Zubringer-Tochter CityLine streicht die Lufthansa-Gruppe bis Oktober insgesamt 20.000 Kurzstreckenflüge aus ihrem Programm und spart damit 40.000 Tonnen Kerosin ein. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, entfallen dabei vor allem Verbindungen an den Standorten Frankfurt am Main und München, während das Streckennetz in Zürich, Wien und Brüssel gleichzeitig ausgebaut wird. Die Kerosinversorgung der Gruppe sei für die kommenden Wochen gesichert; für den Sommerflugplan rechne man mit einer weitgehend stabilen Treibstoffsituation.

CityLine-Betriebsende

Mit der überraschenden Einstellung des Betriebs der seit Samstag bestreikten CityLine klafft im Flugplan der Lufthansa täglich eine Lücke von rund 150 Verbindungen. Die Airline war mit nur zwei Tagen Vorlauf aus dem Netz genommen worden – als Reaktion auf den Streik und gestiegene Treibstoffkosten. Zuvor hatten VC und UFO sowohl CityLine als auch die Kernmarke Lufthansa eine Woche lang mit Arbeitsniederlegungen belegt. Die Kabinengewerkschaft UFO forderte dabei Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa sowie einen Sozialtarif für die etwa 800 betroffenen Beschäftigten der Regionaltochter CityLine. Nun werden Verbindungen gestrichen, während die Netzplaner des Konzerns an Ersatzlösungen durch andere Konzerngesellschaften oder Partner wie Air Baltic arbeiten.

Beide Gewerkschaften hatten die beschleunigte Abwicklung der Fluglinie – mit rund zwei Dutzend Flugzeugen und etwa 1.300 Beschäftigten – scharf zurückgewiesen. Ursprünglich war vorgesehen, die defizitäre Airline schrittweise zu verkleinern und den Betrieb erst 2028 einzustellen. Der Umstrukturierungsprozess hatte mit der Gründung der ebenfalls auf Zubringerflüge ausgerichteten City Airlines begonnen, die im Sommer 2024 ihren Betrieb aufnahm. Da VC und UFO wegen der schlechteren Konditionen von einem Wechsel dorthin abrieten, entschieden sich nur wenige CityLine-Mitarbeitende für einen Übertritt zu City Airlines.

Sozialplan-Verhandlungen

Das Cockpit- und Kabinenpersonal von CityLine soll nach dem Willen des Lufthansa-Konzerns möglichst in anderen Konzerngesellschaften unterkommen. Parallel dazu verhandeln Personalvertretung und Arbeitgeber über einen betrieblichen Sozialplan, der unter anderem Abfindungsregelungen für ausscheidende Beschäftigte vorsehen soll, wie UFO und Lufthansa übereinstimmend erklärten.

Eine überarbeitete Streckenplanung für die kommenden Monate soll Ende April oder Anfang Mai vorgelegt werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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