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Polizei startet neues Dienstmodell: 600 Euro Prämie für Beamte

Polizei startet neues Dienstmodell: 600 Euro Prämie für Beamte
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Österreichs Polizei bekommt ein neues Dienstzeitmodell – fünf Bezirke machen ab 2026 den Anfang.

Innenminister Gerhard Karner hat ein neues Dienstzeitmanagement für die österreichische Polizei vorgestellt, das eine bedarfsgerechtere Präsenz der Beamtinnen und Beamten ermöglichen soll.

Ab 1. September 2026 wird das Modell in fünf Bezirken erprobt: Bregenz, Linz, Leibnitz, Gänserndorf und Wien-Brigittenau. Insgesamt sind laut Innenministerium 1.519 Exekutivbedienstete in 63 Dienststellen, davon 50 Polizeiinspektionen, vom Pilotprojekt umfasst. Als Anerkennung für die Teilnahme an der Pilotphase erhalten die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten eine Prämie von 600 Euro; Dienstplaner können zusätzlich zwei Tage Zeitausgleich in Anspruch nehmen.

Karners klare Ansage

Karner stellte klar: „Das neue Dienstzeitmanagement ist definitiv kein Sparprogramm.“ Wer mehr arbeite, solle demnach auch entsprechend mehr verdienen können.

Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl hob hervor, worin der wesentliche Unterschied zum bisherigen System liegt: „Wir haben in Wien in den Polizeiinspektionen ein sehr starres Dienstsystem.“ Das neue Modell soll dem entgegenwirken, indem Polizistinnen und Polizisten künftig gezielt dann eingesetzt werden, wenn der tatsächliche Sicherheitsbedarf es erfordert – und nicht mehr unabhängig davon in gleichbleibender Stärke.

Evaluierung & Zulagen

Das neue Dienstzeitmodell wird im Rahmen einer zweijährigen Projektphase mit umfangreichen Test- und Evaluierungsphasen umgesetzt. Die Erfahrungen der Beamtinnen und Beamten sollen dabei laufend einfließen. „Dort, wo Anpassungen nötig sind, werden diese auch vorgenommen“, so Karner.

Parallel dazu wird ab Jänner 2027 die Wochenend- und Nachtdienstzulage für alle Polizistinnen und Polizisten von zwei auf vier Euro pro Stunde verdoppelt. Karner bezeichnete dies als „eine verdiente Anerkennung für die oft schwierigen Nacht- und Wochenendstunden.“

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KO KOSMO-Redaktion
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