In Serbien wächst der Widerstand gegen die Regierung: Massenproteste erschüttern Belgrad. Die politische Führung steht unter massivem Druck.
In Serbien brodelt es: Eine anhaltende Protestwelle erschüttert das Land, da Tausende Bürger gegen die Regierung und die allgegenwärtige Korruption auf die Straßen gehen. Die jüngste Demonstration in Belgrad zog besonders viele junge Menschen an, darunter zahlreiche Studierende und Schüler, die sich dem Protestzug anschlossen. Die Demonstranten riefen zu einem eintägigen Generalstreik auf, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.
Der Protest begann mit einer 15-minütigen Schweigeminute, die den 15 Opfern des Einsturzes eines kürzlich renovierten Bahnhofsdachs in Novi Sad im November gewidmet war. Dieses tragische Ereignis im Norden Serbiens entfachte die Wut über Korruption und mangelnde Kontrolle bei großen Bauprojekten und wurde zum Auslöser der Proteste, die das Land seit Monaten in Atem halten.
Herausfordernde politische Lage
Die politische Führung Serbiens, unter zunehmendem Druck, sieht sich mit einer herausfordernden Situation konfrontiert. Ministerpräsident Milos Vucevic trat Ende Januar zurück, während Präsident Aleksandar Vucic zwischen dem Versuch, zum Dialog aufzurufen, und der Anschuldigung ausländischer Einmischung schwankt, die er als Ursache der Unruhen betrachtet.
Die Organisatoren der Proteste planen bereits die nächste Großdemonstration am 15. März in Belgrad. Die Protestbewegung zeigt keine Anzeichen des Nachlassens und bleibt ein bedeutender Faktor im politischen Geschehen des Landes.
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