Jubel über den Sieg, Schock über die Folgen: Bei einer Pyro-Aktion im Rostocker Stadion erlitt ein neunjähriger Junge schwere Verletzungen.
Bei einem Fußballspiel in Rostock kam es zu einem schwerwiegenden Zwischenfall mit Pyrotechnik. Ein neunjähriger Junge erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem Fans während des Drittligaspiels zwischen Hansa Rostock und TSV 1860 München Feuerwerkskörper gezündet hatten. Trotz des sportlichen Erfolgs der Gastgeber, die mit 2:1 gewannen, überschattete der Vorfall die Partie.
📍 Ort des Geschehens
Pyrotechnik-Einsatz
Bereits zu Spielbeginn und während der ersten Halbzeit hatten Anhänger der Rostocker mehrfach pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Nach Spielende kam es im Rahmen einer geplanten Choreografie zur Verabschiedung der Flutlichtmasten erneut zum massiven Einsatz von Pyrotechnik im Stadion. In diesem Zusammenhang wurden insgesamt drei Personen verletzt, darunter der Neunjährige.
Der verletzte Junge wurde zunächst in eine Rostocker Klinik gebracht und befindet sich auf dem Weg in eine Spezialklinik in Lübeck für Brandverletzungen. Die Verletzungen gelten als schwer, aber nicht lebensbedrohlich.
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Genehmigung überschritten
Die Stadt Rostock stellte klar, dass für die Pyroshow lediglich zwölf Effekt-Handfackeln pro Flutlichtmast genehmigt waren. Alle weiteren gezündeten pyrotechnischen Erzeugnisse, die mutmaßlich zu den Verletzungen führten, waren weder beantragt noch genehmigt worden.
Polizeiliche Ermittlungen
„Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde mindestens eine Person auf der Tribüne verletzt. Ein neunjähriger Junge musste mit schweren Verletzungen zur weiteren medizinischen Behandlung in eine Rostocker Klinik gebracht werden„, teilte die Polizei Rostock in einem offiziellen Statement mit. Die Behörden haben ein Strafverfahren eingeleitet und ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung. Zudem prüfen sie mögliche Konsequenzen für den Verein Hansa Rostock.
Die genauen Umstände sind bislang noch ungeklärt.