Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Transferabsage

Rapid-Schock: Millionen-Angebot reicht nicht für Arnautovic-Coup

Rapid-Schock: Millionen-Angebot reicht nicht für Arnautovic-Coup
(FOTO: EPA-EFE/GINTARE KARPAVICIUTE)
3 Min. Lesezeit |

Der Traum vieler Rapid-Fans platzt: Trotz millionenschwerem Angebot und bereits personalisierten Trikots kehrt Marko Arnautovic nicht nach Hütteldorf zurück.

Rapid Wien hat die Verhandlungen mit Marko Arnautovic endgültig abgebrochen. „Wir werden die Gespräche nicht mehr fortsetzen“, erklärte Rapid-Sportchef Markus Katzer gegenüber der „Krone“. Die mögliche Rückkehr des 36-jährigen Nationalspielers hatte in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen im österreichischen Fußball dominiert.

In der grün-weißen Fangemeinde hatte das Transfergerücht regelrechte Begeisterungsstürme ausgelöst. Als ein Sportgeschäft auf der Wiener Mariahilfer Straße ein Rapid-Trikot mit Arnautovics Namen und der Nummer 7 ins Schaufenster stellte, ließen sich zahlreiche Anhänger bereits vorsorglich entsprechende Shirts personalisieren. Der Stürmer selbst hüllte sich zu den Spekulationen in Schweigen, während sein Bruder Danijel von ersten Kontakten sprach: „Rapid hat starkes Interesse, wir sind im Austausch, aber mehr ist es aktuell nicht.“

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte ein Foto aus Arnautovics Türkei-Urlaub, auf dem er mit jungen Rapid-Kickern in grün-weißen Trikots posierte.

⇢ Arnautovic-Poker eskaliert: Serbische Medien enthüllen Rapid-Absage

Finanzielle Hürden

Bereits zuvor hatte Rapid-Coach Peter Stöger Bedenken hinsichtlich der finanziellen Realisierbarkeit geäußert: „Marko kann in einem anderen Gehaltsregal unterwegs sein, wenn er das möchte.“ Die Hütteldorfer hatten für einen Zweijahresvertrag ein Gesamtpaket von über sechs Millionen Euro geschnürt und ihr Angebot zuletzt noch nachgebessert – vergeblich.

Respektvoller Abschluss

Sportdirektor Katzer betonte den professionellen und respektvollen Verlauf der Verhandlungen: „Es war von Anfang an klar, dass Marko aufgrund seiner Qualitäten und seines Standings im europäischen Fußball von mehreren Klubs mit einem größeren finanziellen Background als wir ihn haben, umworben werden wird.“ Der Sportchef unterstrich, dass nun die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft für die kommende Saison im Vordergrund stehe und dankte Arnautovic für sein Interesse.

In Hütteldorf werde der Stürmer jederzeit als Gast willkommen sein.

⇢ Hat sich für falschen Klub entschieden“ – Dragović stichelt gegen Arnautović

Weitere Karriereplanung

Nach dem geplatzten Rapid-Transfer richtet Arnautovic seinen Fokus nun auf andere Optionen. Laut Insiderinformationen steht für den Stürmer die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 im Mittelpunkt seiner Überlegungen. Der Nationalspieler sucht gezielt nach einem Verein, der ihm regelmäßige Einsatzzeiten auf höchstem Niveau garantieren kann.

Sein Bruder und Berater Danijel bestätigte, dass die Gespräche mit Rapid zwar beendet seien, es aber derzeit noch keine finale Einigung mit einem anderen Klub gebe. Besonders interessiert zeigen sich offenbar Vereine aus Saudi-Arabien, die Arnautovic finanziell deutlich attraktivere Konditionen bieten könnten. Auch Roter Stern Belgrad wird als möglicher nächster Arbeitgeber gehandelt.

Ein weiteres Engagement in Österreich scheint nach der Absage von Rapid Wien ausgeschlossen. Arnautovic strebt nach eigenen Aussagen einen Verein an, der ihm nicht nur finanziell, sondern vor allem sportlich eine Perspektive für die kommenden Jahre bietet.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen