Orkanböen, eine gesperrte Autobahn und 77 Menschen mitten in der Nacht – in Kroatien geriet eine Heimreise zur Geduldsprobe.
Stürme mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h haben in Kroatien die Autobahn unpassierbar gemacht. Ein Reisebus mit 77 Fahrgästen an Bord, der auf dem Weg zurück in die Steiermark war, musste daraufhin auf eine Bergstraße ausweichen – und kam dort fest. Die Passagiere blieben unverletzt und wurden vorübergehend in einem Kulturzentrum untergebracht, wo sie auf einen Ersatzbus warteten.
Notruf bei Sturm
Am frühen Mittwochmorgen endete die Heimreise eines steirischen Reisebusses auf kroatischen Straßen abrupt. 77 Personen befanden sich an Bord, als gegen 4.30 Uhr ein Notruf beim Zivilschutz in Zadar einging. Feuerwehr und Polizei rückten daraufhin aus, um das Fahrzeug zu unterstützen, das auf einer Bergstraße nicht mehr weiterfahren konnte. Der Grund: Die Autobahn war wegen des anhaltenden Sturms zuvor vollständig gesperrt worden.
„Der Bus musste auf eine schmale Bergstraße ausweichen. Diese war allerdings viel zu eng für das Fahrzeug, das zudem einen Skikoffer montiert hatte“, sagte Martina Altenburger vom Grazer Busunternehmen laut einem Bericht der Kleinen Zeitung. Damit die Reisenden nicht auf der Straße ausharren mussten, wurde rasch eine Notunterkunft organisiert: Im Kultur- und Informationszentrum Napredak in Gračac fanden die Fahrgäste Zuflucht und warteten dort auf einen Ersatzbus aus Graz. Verletzte gab es laut Kleiner Zeitung keine.