Cristiano Ronaldo steht im Iran vor einer heiklen Situation. Nach einem Kuss auf die Stirn einer Künstlerin drohen ihm 100 Peitschenhiebe.

Cristiano Ronaldo sieht sich im Iran mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Aufgrund einer drohenden Strafe wird er nicht am Achtelfinalspiel der asiatischen Champions League teilnehmen, das am Montag im Azadi-Stadion in Teheran zwischen Esteghlal und seinem Verein Al-Nassr stattfindet.
Die Strafe von 100 Peitschenhieben wurde ihm auferlegt, nachdem er die iranische Künstlerin Fatemeh Hamami auf die Stirn geküsst hatte.
Hintergrund des Vorfalls
Der Vorfall, der diese drastische Maßnahme nach sich zog, ereignete sich 2023, als Ronaldo während eines Aufenthalts in Teheran die Künstlerin besuchte. Fatemeh Hamami, bekannt für ihre Kunstwerke, die sie aufgrund einer Behinderung mit den Füßen malt, geriet so in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Im Iran sind jedoch körperliche Kontakte zwischen Männern und Frauen in der Öffentlichkeit seit der Machtergreifung eines fundamentalistischen Regimes unter Ayatollahs Führung im Jahr 1979 verboten.
Ronaldo zog während seines Aufenthalts in Teheran große Aufmerksamkeit auf sich. Viele Iraner versammelten sich vor seinem Hotel, um Autogramme und Fotos mit dem Star zu ergattern, als Al-Nassr gegen Persepolis spielte. Diese öffentliche Aufmerksamkeit führte letztlich zu der Verurteilung durch die iranischen Behörden.
Spielabsage
Obwohl Esteghlal versuchte, Al-Nassr davon zu überzeugen, dass Ronaldo im Iran sicher sei, entschieden sich der Spieler und sein Trainer Stefano Pioli, die Reise zu vermeiden. Trotz der Bemühungen von Esteghlal entschied sich Ronaldo in Absprache mit Pioli, nicht in den Iran zu reisen.
Das Spiel, bei dem auch Marcelo Brozovic für Al-Nassr auflaufen wird, ist für Montag um 17 Uhr angesetzt.
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