NATO-Generalsekretär Mark Rutte verfolgt die Lage auf dem Westbalkan mit wachsamer Aufmerksamkeit. Bei einer Pressekonferenz im NATO-Hauptquartier in Brüssel äußerte sich Rutte am Vortag des Verteidigungsministertreffens zur aktuellen Sicherheitssituation in der Region. Auf die Frage serbischer Journalisten ging der Generalsekretär detailliert auf das Engagement des Bündnisses ein.
„Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau“, betonte Rutte und verwies auf die umfassenden NATO-Aktivitäten in der Region. „Durch unsere KFOR-Mission (Kosovo-Friedenstruppe) und weitere Einsätze sind wir sowohl in Bosnien und Herzegowina als auch im Kosovo stark präsent“ und verfolgen die Situation mit höchster Aufmerksamkeit.
In Bezug auf die Lage im Kosovo machte der Generalsekretär deutlich, dass die NATO weiterhin Verantwortungsübernahme für die Vorfälle in Banjska und andere Ereignisse des vergangenen Jahres erwartet. Wie die Nachrichtenagentur Tanjug berichtet, unterstrich Rutte zudem, dass das Bündnis unter keinen Umständen ein Sicherheitsvakuum in Bosnien und Herzegowina zulassen werde.
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Neues Militärbündnis
Bemerkenswert blieb, dass der NATO-Chef in seinen Ausführungen das neu formierte Militärbündnis zwischen Kroatien, Albanien und dem Kosovo mit keinem Wort erwähnte. Dieses trilaterale Verteidigungsabkommen nimmt auf dem Westbalkan zunehmend Gestalt an.
Der albanische Verteidigungsminister Piro Vengu hatte erst kürzlich nach einem Dreiertreffen in Shkodra verkündet, dass ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen der Vereinbarung zwischen Albanien, dem Kosovo und Kroatien erreicht worden sei.
Für das laufende Jahr kündigte er bereits eine gemeinsame militärische Übung der drei Partner an.