Einem 52-jährigen Salzburger werden schwerwiegende Drogendelikte vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft lastet ihm den Verkauf von mehr als 2,8 Kilogramm Kokain, mindestens 1,5 Kilogramm Cannabiskraut, 9 Gramm Cannabisharz sowie 900 Gramm Speed an.
Der Mann befindet sich bereits seit Jänner in Untersuchungshaft in der Justizanstalt Salzburg. Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen hat er bisher keine Stellungnahme abgegeben.
Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten laufen bereits seit mehreren Monaten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er über einen längeren Zeitraum hinweg verschiedene Abnehmer mit Suchtmitteln versorgt haben – in einigen Fällen auch ohne Bezahlung. Die Behörden konnten mittlerweile acht Käufer identifizieren, die regelmäßige Drogengeschäfte mit dem Mann eingeräumt haben.
Kostenlose Abgabe
Eine Abnehmerin gab gegenüber den Ermittlern an, im Zeitraum eines Jahres mehr als ein Kilogramm Kokain vom Beschuldigten erhalten zu haben, ohne dafür bezahlen zu müssen.
Laut Erkenntnissen der Suchtberatungsstelle Salzburg ist die kostenlose Erstabgabe eine bekannte Strategie unter Drogenhändlern. Besonders bei finanziell bessergestellten Konsumenten soll damit eine Abhängigkeit erzeugt und langfristige Kundenbeziehungen aufgebaut werden. Das Bundeskriminalamt berichtet, dass im Jahr 2024 in Salzburg bereits drei größere Drogenringe zerschlagen wurden, die ähnliche Kundenbindungsstrategien anwendeten.
Belastende Beweise
Im Jänner führten die Ermittler eine richterlich genehmigte Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des 52-Jährigen durch. Dabei stellten die Beamten insgesamt 88 Gramm Kokain, 17 Gramm Cannabiskraut, 8 Gramm Ketamin sowie kleinere Mengen LSD und diverse Tabletten sicher.
Zusätzlich fanden die Ermittler ein Geschäftsbuch, in dem der Verdächtige offenbar verkaufte Mengen zusammen mit den entsprechenden Geldbeträgen dokumentiert hatte.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Drogenermittlungen im Bundesland Salzburg ein. Erst Ende Juli 2024 wurden im Pinzgau acht Männer ausgeforscht, die 38 Kilogramm Drogen im Wert von 500.000 Euro an mindestens 60 Abnehmer verkauft haben sollen.
📍 Ort des Geschehens