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Währungsreform

Schilling wird 100: Rückblick auf Österreichs Währungswende

Schilling wird 100: Rückblick auf Österreichs Währungswende
FOTO: iStock/bee32
3 Min. Lesezeit |

Vor 100 Jahren übernahm die OeNB die Herausforderung, die Hyperinflation zu bekämpfen. Eine Ausstellung in Wien erinnert bald an diese historische Währungsreform.




Vor genau einem Jahrhundert, im Jahr 1923, übernahm die Österreichische Nationalbank (OeNB) die anspruchsvolle Aufgabe, die Hyperinflation zu bekämpfen und die Stabilität der Währung zu sichern, eine Verantwortung, die zuvor bei der Notenbank der Monarchie lag. Diese Herausforderung wurde in einer kürzlich veröffentlichten Aussendung der Nationalbank betont. Ein entscheidender Meilenstein auf diesem Weg war der Hilfskredit des Völkerbundes, der jedoch an die Bedingung einer umfassenden wirtschaftlichen Sanierung geknüpft war.

Diese Maßnahme führte zur erfolgreichen Währungsreform, die am 20. Dezember 1924 mit dem Schillingrechnungsgesetz ihren formellen Abschluss fand.

Das Schillingrechnungsgesetz bestimmte, dass der Schilling ab dem 1. März 1925 eingeführt werden sollte, mit einem Umrechnungskurs von 10.000 Kronen pro Schilling. Der Wechselkurs von einem Euro zu 13,7603 Schilling bleibt bis heute unverändert. Eduard Schock, Direktor der OeNB für den Zahlungsverkehr, hob die Bedeutung der neuen Währung hervor: „Die neue Währung brachte den Menschen in der Zeit nach der Hyperinflation zwar nicht schlagartig, aber in Folge das verlorene Vertrauen ins Geld zurück.“

Schilling und Groschen

Der Schilling, unterteilt in 100 Groschen, beinhaltete als kleinste weit verbreitete Münze das „Zehnerl“, das zehn Groschen entsprach und einen Wert von 0,007 Euro (0,7 Cent) hatte. Zum Jahreswechsel berichtete die Austrian Press Agency (APA), dass immer noch fast 7 Milliarden Schilling im Umlauf sind, was einem Gegenwert von etwa 495 Millionen Euro entspricht.

Für Geschichtsliebhaber und Numismatiker bietet das Jahr 2025 einen besonderen Anlass: Das Geldmuseum der Notenbank in Wien plant in der zweiten Jahreshälfte eine Ausstellung, die dem Schilling, auch bekannt als Alpendollar, und seiner Einführung vor 100 Jahren gewidmet ist. Von 1925 bis 1938 und erneut von 1945 bis zur Einführung des Euro war der Schilling die Währung der Alpenrepublik, ab Mitte der 1970er-Jahre fest an die D-Mark gekoppelt als „Hartwährung“.

Neues Hauptgebäude

Das neue Hauptgebäude der OeNB am Otto-Wagner-Platz in Wien, eröffnet am 22. März 1925, verkörperte den Wunsch nach Stabilität. Kurz darauf, am 26. März 1925, wurde die erste 100-Schilling-Banknote ausgegeben. Der Bau im 9. Bezirk, der als „Sicherheit vermittelnder Bau“ beschrieben wird, resultierte aus einer grundlegenden Überarbeitung der ursprünglichen Pläne aus der Monarchie, die einen riesigen Bankpalast mit Turm an der Alser Straße vorgesehen hatten.

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KO KOSMO-Redaktion
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