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Verkehrsrevolution

Schneller als das Flugzeug: EU will Metropolen mit Superzügen verbinden

Schneller als das Flugzeug: EU will Metropolen mit Superzügen verbinden
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Europas Metropolen rücken näher zusammen: Die EU-Kommission will mit Hochgeschwindigkeitszügen die Reisezeiten zwischen Großstädten drastisch verkürzen und den Schienenverkehr revolutionieren.

Die EU-Kommission plant eine drastische Verkürzung der Reisezeiten zwischen europäischen Großstädten per Bahn bis zum Jahr 2040. Der in Brüssel präsentierte Aktionsplan sieht vor, wichtige Verkehrsknotenpunkte mit Hochgeschwindigkeitszügen zu verbinden, die 200 km/h erreichen sollen. Für die Fertigstellung des geplanten TEN-V-Hochgeschwindigkeitsnetzes rechnet die Kommission mit Kosten von etwa 345 Milliarden Euro. Sollten noch höhere Geschwindigkeiten von deutlich über 250 km/h angestrebt werden, könnten die Kosten bis 2050 auf bis zu 546 Milliarden Euro ansteigen.

Verkürzte Reisezeiten

Konkrete Beispiele für die anvisierten Verbesserungen sind zahlreich: Die Fahrt von Berlin nach Kopenhagen würde sich von sieben auf vier Stunden verkürzen, während Reisende von München nach Rom statt neuneinhalb nur noch sechs Stunden benötigen würden. Auch die Verbindung zwischen Berlin und Wien über Prag soll mit viereinhalb statt bisher mehr als acht Stunden deutlich schneller werden. „Die Verbesserung der Reisezeiten zwischen den Hauptstädten Europas ist ein greifbares und pragmatisches Ergebnis unseres Willens, Europa geeinter und effizienter zu machen“, erklärte der zuständige Kommissionsvizepräsident Raffaele Fitto. Das Vorhaben werde nicht nur die europäischen Bürger näher zusammenbringen, sondern auch Geschäftsreisen erleichtern.

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Ein weiteres Ziel besteht darin, Bahnreisen als attraktivere Alternative zu Kurzstreckenflügen zu positionieren.

Finanzierungsstrategie

Um die Umsetzung dieser ambitionierten Pläne voranzutreiben, will die EU-Kommission bestehende Hürden im grenzüberschreitenden Bahnverkehr beseitigen und eine neue Finanzierungsstrategie entwickeln. Zusätzlich sollen die Rahmenbedingungen für die Bahnindustrie und Betreiber verbessert sowie Forschung und Innovation gefördert werden. Die EU-Kommission betont, dass besonders der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes private Investitionen sowie Kredite und Garantien von Finanzinstitutionen wie der Europäischen Investitionsbank und nationalen Fördereinrichtungen erfordern wird.

EU-Gelder könnten dabei als Katalysator dienen, um weitere Finanzierungsquellen zu erschließen.

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KO KOSMO-Redaktion
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