Der Schulstart 2025 wird für viele Familien zur Kostenfrage – und die Zahlen dahinter sind alles andere als klein.
Der Schulstart in Österreich wird in diesem Jahr spürbar teurer. Wer Schulmaterial, Kleidung oder Zubehör für den Schulbeginn kauft, plant laut aktuellen Erhebungen durchschnittlich 181 Euro pro Person ein – das entspricht einem Anstieg von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 126 Euro.
Zum Vergleich: Familien erhalten für jedes Kind im Alter von 6 bis 15 Jahren zusätzlich zur Familienbeihilfe im August ein gesetzlich vorgesehenes Schulstartgeld in Höhe von 121,40 Euro pro Kind – damit deckt die staatliche Unterstützung rund zwei Drittel der durchschnittlichen Schulstartkosten ab.
Aufgeschlüsselt nach Einkaufskanal zeigt sich: In stationären Geschäften sind heuer im Schnitt 105 Euro eingeplant, nach 80 Euro im Jahr zuvor. Beim Online-Shopping rechnen Käufer mit 76 Euro, verglichen mit 46 Euro im Vorjahr.
Gleichzeitig sinkt die Zahl jener, die überhaupt Schulstarteinkäufe tätigen wollen – nur noch 45 Prozent planen entsprechende Ausgaben oder Geschenke, ein Rückgang gegenüber 49 Prozent im Vorjahr. Für den Handel bedeutet das dennoch ein Plus: Der erwartete Mehrumsatz liegt bei 350 Millionen Euro.
Regionale Unterschiede
Je nach Bundesland fallen die geplanten Ausgaben sehr unterschiedlich aus. An der Spitze stehen Salzburg und Oberösterreich, wo Käufer im Schnitt 210 Euro veranschlagen. Niederösterreich und das Burgenland folgen mit 191 Euro, Kärnten und die Steiermark liegen bei 172 Euro.
In Wien sowie in Vorarlberg und Tirol sind jeweils 161 Euro geplant.
Preise im Überblick
Bei den gekauften Produkten dominieren Schreibwaren mit einem Anteil von 41 Prozent, gefolgt von Kleidung und Schuhen mit 35 Prozent sowie Heften und Blöcken mit 33 Prozent.
Beim Preisniveau gibt es ein gemischtes Bild: Schultaschen sind auf der Preisvergleichsplattform idealo.at mit durchschnittlich 131,38 Euro um 5,5 Prozent günstiger als im Vorjahr. Schreibsets haben sich um 0,9 Prozent verbilligt, Lerncomputer hingegen um 1,4 Prozent verteuert.
Als bevorzugter Einkaufsort gilt nach wie vor der Papier-, Schreibwaren- und Buchhandel, den 65 Prozent der Käufer für ihre Schulartikeleinkäufe aufsuchen.