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„GELD GEBRAUCHT“

Serben-Trio stiehlt 7.000 Euro von AKH-Patienten

(FOTOS: iStockphotos)

Drei Serben, die als Krankenträger im Wiener AKH arbeiteten, ergaunerten insgesamt 7.000 Euro von schwerkranken Patienten.

Die AKH-Angestellten hatten leichtes Spiel: Ihre Opfer waren meist bettlägerige, schwerkranke und sehr alte Patienten. So gelang es dem Serben-Trio ganz einfach, die Geldbörsen aus ihren Taschen zu stehlen, während die Spitalspatienten gerade beim Arzt zur Behandlung lagen. Im November 2021 wurden die jungen Männer schließlich auf frischer Tat ertappt. Vor Gericht gestand das Trio über dreißig Delikte.

Beweise im Klo runtergespült
Bei ihren Clous ging das Trio immer nach demselben Schema vor: Während sich einer im Vorzimmer bediente, hielt der andere am Gang Wache. „Wir haben uns das Bargeld geteilt, die Börserl haben wir dann immer in Papier eingewickelt im Klo runtergespült“, erklärten sie den genauen Ablauf am Dienstag dem Wiener Landesgericht. Unter den Opfern der Diebesbande befand sich auch ein hoher Botschaftsmitarbeiter aus dem Ausland. Einem anderen Opfer fiel das Fehlen ihrer wertvollen Louis-Vuitton Geldtasche auf.

Aufgedeckt wurde der Fall dank anderen AKH-Mitarbeitern, denen das Verhalten der drei Serben komisch vorkam: Alle drei Verdächtigen sollen auch auf fremden Stationen aufgetaucht sein und Schwestern nach “Arbeit” gefragt haben. Schließlich tappte das Trio Ermittlern in die Falle und wurde noch im Spital festgenommen.  

Rund 7.000 Euro Bargeld gestohlen
Vor Gericht gestanden die Drei fast alle Vorwürfe reumütig: „Ich hatte in der U-Haft viel Zeit darüber nachzudenken es tut mir sehr leid“, schluchzte einer der Angeklagten. Der Grund für ihre Diebeszüge sei Geldnot gewesen: „Ich entdeckte meinen Kollegen einmal, als er in eine Tasche griff und da habe ich gesagt: Was machst du? Wir können doch nicht unsere Patienten bestehlen…Aber dann habe er selber Geld gebraucht…“

Das Trio versprach, den Schaden von rund 7.000 Euro wieder gut zu machen. Ihre Familien sollten den Opfern das Geld zurückzahlen. Für alle drei Angeklagten gab es teilbedingte Haftstrafen zwischen 17 und 12 Monaten (nicht rechtskräftig).

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