Serbien zieht die Notbremse: Ein Exportverbot für Kraftstoffe soll den heimischen Markt vor einem drohenden Engpass schützen.
Serbien hat ein vorläufiges Exportverbot für Erdöl und sämtliche Kraftstoffderivate verhängt. Die Maßnahme gilt bis zum 19. März und umfasst Diesel, Benzin sowie Rohöl auf allen Transportwegen. Bergbau- und Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic begründete den Schritt mit dem Schutz des heimischen Marktes vor drohenden Versorgungsengpässen und steigenden Preisen infolge globaler Marktverwerfungen.
Serbiens Schutzmaßnahme
„Der Kern dieses Verbots ist der Schutz des heimischen Marktes vor Engpässen und Preisanstiegen aufgrund globaler Verwerfungen auf dem Weltmarkt“, so die Ministerin. Sie betonte, Serbien sei ein Land, in dem die Bevölkerung Kraftstoffe zu Preisen tanke, die unter dem tatsächlichen Börsenwert lägen. Der Dieselpreis in Serbien liegt derzeit bei etwa 200 Dinar pro Liter, während er im Mittelmeerraum bei 216 Dinar pro Liter liegt. Der Staat tue „alles, um Bürger und Wirtschaft zu schützen“.
Nach Ablauf der Frist werde die Regierung über das weitere Vorgehen entscheiden.