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Unwetterkatastrophe

Sommer-Schock: Hagel begräbt Stadt unter Eis

Sommer-Schock: Hagel begräbt Stadt unter Eis
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Reutlingen versinkt im Eis: Ein Sommergewitter hinterlässt Bilder, die an einen Wintersturm erinnern – und das war erst der Anfang.

Reutlingen erlebte am frühen Mittwochmorgen ein heftiges Unwetter mit massivem Hagelfall. Bilder aus der Stadt zeigen meterhohe Ansammlungen von schneeweißem Eis – ein Betroffener schilderte einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur den Anblick mit den Worten: „50 Zentimeter Schnee im Sommer“.

Infrastruktur unter Druck

Die gewaltigen Hagelmengen setzten der städtischen Infrastruktur erheblich zu: Abflussschächte verstopften, Wasser staute sich auf den Straßen, mehrere Fahrbahnen wurden überflutet. Feuerwehr und Polizei waren stundenlang im Einsatz, teils musste schweres Gerät angefordert werden, um die Hagelmassen von den Straßen zu räumen. Betroffene Bereiche wurden weiträumig abgesperrt, der Verkehr über Ausweichrouten umgeleitet.

Auch die Stromversorgung brach vorübergehend zusammen. Laut dem Netzbetreiber Fairnetz waren rund 6.000 Hausanschlüsse in der Reutlinger Kernstadt für etwas mehr als eine Stunde ohne Elektrizität. Als Ursache nannte das Unternehmen einen Blitzeinschlag während des Gewitters. Verletzte gab es nach Angaben der Polizei keine.

Die Einsatzkräfte waren auch nach dem Unwetter weiter damit beschäftigt, Schäden zu dokumentieren und zu beseitigen sowie den Verkehr zu regeln. Autofahrer wurden dazu aufgerufen, die gesperrten Bereiche zu umfahren. Auch die Feuerwehr bestätigte, dass es in Teilen der Stadt zu vorübergehenden Stromausfällen gekommen war.

Bundesweite Unwetterserie

Das Unwetter in Reutlingen reiht sich in eine Serie von Extremwetterereignissen ein, die Deutschland seit Montag in Atem halten. Zu Beginn der Woche traf es vor allem den Norden des Landes – aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden erhebliche Schäden gemeldet. Am Dienstagabend traf ein schweres Unwetter die Region Nürnberg, wo nach Angaben der Einsatzkräfte zwei Menschen schwer und mehrere weitere leicht verletzt wurden.

Der dortige Flughafen musste den Betrieb kurzzeitig einstellen, weil Sturmschäden, Überflutungen und Schäden an der Infrastruktur behoben werden mussten. Für den weiteren Mittwoch rechnet der Deutsche Wetterdienst von Oberschwaben bis in den Süden Oberbayerns mit gewittrigen Regenfällen.

Ab dem Nachmittag seien in der Südhälfte Deutschlands einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.

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KO KOSMO-Redaktion
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