Violette Unwetterwarnung, weiße Straßen, geflutete Gebäude – Österreich steckt mitten in einer der heftigsten Gewitterlagen des Jahres.
Für Teile Österreichs gilt seit Dienstagnachmittag die höchste Unwetterwarnstufe Violett. Meteorologen warnen insbesondere in der Steiermark vor schweren Gewittern, großem Hagel und Überflutungen. Der Gefahrenschwerpunkt hat sich inzwischen in Richtung Osten verschoben: Sowohl in Unterkärnten als auch im niederösterreichischen Industrieviertel herrscht Warnstufe Rot.
Auch für Wien-Liesing wurden Unwetterwarnungen ausgegeben; für das gesamte Bundesgebiet besteht eine Vorwarnung.
Erste Schäden
Noch bevor die stärksten Gewitterzellen eintrafen, hinterließ das Unwetter in Niederösterreich bereits deutliche Spuren. Die Eiskörner bedeckten Fahrbahnen und Gehsteige wie eine Schneeschicht.
Im Raum Wiener Neustadt führten Regenmengen von bis zu 90 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Minuten zu massiven Überflutungen. Laut Angaben der Feuerwehr kam es zu insgesamt 195 Einsätzen bei rund 195 Schadstellen im Stadtgebiet. Etwa 200 Einsatzkräfte von acht Feuerwehren waren im Einsatz. Besonders betroffen war die Südautobahn (A2): Zwischen Seebenstein, Wiener Neustadt und Wöllersdorf wurden Baustellenabschnitte großflächig überflutet, was zu erheblichem Rückstau im Reiseverkehr führte.
Weitere Gefahr
Das vollständige Ausmaß der Schäden lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Die Einsatzkräfte verfolgen die weitere Entwicklung der Wetterlage aufmerksam, da in den nächsten Stunden erneut kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen erwartet werden.