2.600 Stellen weniger, 540 Millionen Euro gespart – der Staat schrumpft, doch nicht alle Bereiche tragen die Last gleich.
Zur Sanierung des Staatshaushalts plant die Regierung einen gezielten Personalabbau im öffentlichen Dienst: Bis Ende 2029 sollen sechs Prozent der Verwaltungsstellen wegfallen – das entspricht rund 2.600 Vollzeitäquivalenten. Das Finanzministerium setzt dabei auf Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Abläufe effizienter zu gestalten und vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Gleichzeitig wird versichert, dass das Ministerium und seine Beschäftigten ihre Kernaufgaben auch künftig zuverlässig wahrnehmen werden.
Ungleiche Verteilung
Allerdings erschwert eine Reihe von Ausnahmen die gleichmäßige Umsetzung des Vorhabens: Lehrkräfte, Exekutive, Justiz und Verteidigung sind vom Stellenabbau ausgenommen, wodurch andere Bereiche – allen voran die Finanzverwaltung – überproportional betroffen sind. Der Abbau soll in erster Linie über das Nichtwiederbesetzen frei werdender Stellen bei Pensionierungen und anderen Abgängen erfolgen.
Viele der betroffenen Planstellen sind ohnehin derzeit unbesetzt.
Milliarden-Einsparungen
Das Einsparvolumen wird bis 2030 auf rund 540 Millionen Euro beziffert; ab diesem Zeitpunkt sollen die jährlichen Einsparungen bei etwa 250 Millionen Euro liegen.