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Spoofing

Spoofing: Neue Welle digitaler Betrügereien rollt über Österreich

Spoofing: Neue Welle digitaler Betrügereien rollt über Österreich
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Unsere Mobilfunknummern werden immer häufiger Ziel von Angriffen. Während 2019 und 2020 Österreich von einer Flut von Pinganrufen heimgesucht wurde, tauchte 2021 der ,,Flubot“ auf. Diese Malware verbreitet sich über Links in SMS und verwandelt infizierte Geräte in Nachrichtensender für Cyberkriminelle.

Heuer nennt man das: Spoofing. Die digitale Welt, die wir uns geschaffen haben, ist zu einem Tummelplatz für Betrüger geworden. Mit der zunehmenden Abhängigkeit von unseren Handys und der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung, haben wir uns selbst zu Zielen gemacht. Dabei handelt es sich um Anrufe, die nur kurz klingeln und dann wieder auflegen. Ziel dieser Masche ist es, dass die ahnungslosen Opfer zurückrufen und dabei in eine Kostenfalle tappen.

Im April wurde ein signifikanter Anstieg dieses Betrugs festgestellt, wobei die Zahl der Meldungen von 66 auf 270 sprunghaft anstieg. Bis Juni stieg die Anzahl der Berichte erneut auf über 1.800 und erreichte Ende September etwa 2.600. Diese Informationen stammen von der Meldestelle für Rufnummernmissbrauch. Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky (ÖVP) betonte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Klaus Steinmaurer, dem Leiter des Fachbereichs Telekommunikation und Post bei der RTR, dass die tatsächliche Anzahl der Vorfälle, die nicht gemeldet wurden, wahrscheinlich deutlich höher ist, berichtet ,,Der Standard“.

Seit Mai gibt es Gespräche zwischen der Politik und den Providern über mögliche Lösungen für das Spoofing-Problem. Bisher konnten die Anbieter aufgrund ihrer Verpflichtung zur Netzneutralität nicht eingreifen und mussten Anrufe und zugehörige Rufnummern weiterleiten. Eine seit längerem geplante Verordnung, die am Montag, den 2. Oktober, in die Konsultationsphase eintritt, soll dies nun ändern.

Technische Abwehrmaßnahme Steinmaurer zufolge werden die Provider in Zukunft dazu angehalten, technische Maßnahmen gegen Spoofing zu ergreifen. Dies soll durch einen Plausibilitätscheck erreicht werden.

Bei Anrufen aus dem Ausland, die über das Home-Location-Register des inländischen Empfängernetzwerks zur Weiterleitung übermittelt werden (Homerouting), wird bei einer österreichischen Rufnummer geprüft, ob sie derzeit auch in Österreich aktiv ist. Steinmaurer merkt an, dass 85 bis 90 Prozent aller Anrufe über dieses Homerouting-Verfahren laufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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