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Umstrukturierung

Textil-Riese in der Krise: KiK schließt unrentable Standorte

Textil-Riese in der Krise: KiK schließt unrentable Standorte
(Foto: iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Der Textildiskonter KiK will durch die Schließung unrentabler Filialen seine Marktposition stärken. Derzeit ist noch nicht bekannt, welche und wie viele Standorte betroffen sein werden. Den Mitarbeitern, deren Filialen geschlossen werden, soll laut einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens eine Weiterbeschäftigung angeboten werden.

Aktuell untersucht KiK nach eigenen Angaben die bestehenden Strukturen, um „Kosten- und Effizienzpotenziale“ zu identifizieren. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Unternehmen auch unter schwierigen Marktbedingungen zukunftsfähig und konkurrenzfähig zu halten. Diese Strategie gilt für alle 14 Länder, in denen KiK tätig ist.

Führungswechsel und Zahlen

In der vergangenen Woche hat KiK-Chef Patrick Zahn das Unternehmen unerwartet verlassen. Sein Rücktritt wird mit strategischen Differenzen mit dem Eigentümer Tengelmann begründet und fällt zeitlich mit den angekündigten Umstrukturierungen zusammen. Medienberichte sprechen von möglichen Filialschließungen im dreistelligen Bereich. Nach aktuellen Informationen plant KiK die Schließung von bis zu 400 der rund 2.400 Filialen in Deutschland, wobei vor allem wirtschaftlich schwache Standorte betroffen sein sollen.

Insgesamt beschäftigt KiK etwa 32.000 Mitarbeiter, rund 19.000 davon in Deutschland und über 1.000 in der Unternehmenszentrale. In Österreich verfügt der Händler aktuell über rund 254 Filialen, auch hier werden einzelne Standorte überprüft. Zuletzt wurde bereits eine Filiale in Wien geschlossen. Die Herausforderungen des Marktes machen auch vor KiK nicht halt. In seiner Stellungnahme verweist das Unternehmen auf die veränderten Rahmenbedingungen im Handel, darunter verschärfter Wettbewerb, anhaltende Inflation, Konsumzurückhaltung und zeitweise Lieferkettenprobleme.

Einzelhandelskrise trifft auch KiK

Die KiK-Restrukturierung steht im Kontext einer breiteren Einzelhandelskrise. Der stationäre Handel in Deutschland rechnet 2025 mit einem Umsatzwachstum von nur etwa 2 Prozent und der Schließung von rund 4.500 Geschäften laut Handelsverband. Diese Entwicklung verdeutlicht die schwierigen Marktbedingungen, denen sich auch KiK stellen muss.

Langfristige Strategie

„In welchem Umfang es im Kontext unserer Anpassungen zu einer Bereinigung unseres Filialportfolios kommt, ist Teil unserer sorgfältigen Analysen“, erklärt der Textildiskonter. Die Optimierung des Filialnetzes soll sich über mehrere Jahre erstrecken. Das Unternehmen hebt hervor, dass der Großteil der 4.200 Filialen gewinnbringend arbeitet und plant weiterhin, neue Standorte zu eröffnen.

Laut KiK müssen sich die Beschäftigten keine größeren Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen. „Aufgrund unseres dichten Filialnetzes und unserer starken Präsenz in der Fläche bieten wir jederzeit Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung.“ Die Unternehmensführung betont, dass betroffenen Mitarbeitenden alternative Stellen im bestehenden Filialnetz angeboten werden sollen.

KiK, dessen Name für „Kunde ist König“ steht, wurde 1994 gegründet. Das Sortiment umfasst neben Bekleidung auch Haushaltswaren, Heimtextilien, Party- und Geschenkartikel, Spielzeug und Dekorationsartikel.

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KO KOSMO-Redaktion
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