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Energiewende

Tiefseebergbau soll für Energiewende vorangetrieben werden

Tiefseebergbau soll für Energiewende vorangetrieben werden
(FOTO: iStock/ChristianThielNet)
2 Min. Lesezeit |

Norwegen plant, große Teile seines Meeresbodens für den Mineralabbau freizugeben, was Umweltschützer besorgt, während die Regierung die Bedeutung von Mineralien für die Energiewende betont.

Norwegen plant, einen großen Teil seines Meeresbodens für den Abbau von Mineralien freizugeben. Umweltschützer zeigen sich besorgt, doch der norwegische Energieminister Terje Aasland betont die Notwendigkeit von Mineralien für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Die Freigabe betrifft ein Gebiet von 281.200 Quadratkilometern in der Barentssee und der Grönlandsee, wo große Mengen an Mineralien, einschließlich Seltener Erden, vermutet werden.

Die norwegische Regierung will kleinere Gebiete innerhalb des zu erschließenden Gebiets für die Erkundung durch kommerzielle Unternehmen ausschreiben. Aasland argumentiert, dass die derzeitigen Ressourcen von einer Handvoll Länder kontrolliert werden und die schrittweise Öffnung für die Tiefseeerkundung Norwegen zu einem bedeutenden Produzenten von Mineralien machen könnte.

Schlecht für Ökosystem

Umweltschützer befürchten jedoch, dass der Tiefseebergbau die Ökosysteme der Tiefsee schädigen könnte. Die Umweltorganisation WWF kritisiert, dass die Folgen des geplanten Abbaus nicht absehbar seien und verweist auf Warnungen führender Meereswissenschaftler. Innerhalb der norwegischen Regierung war die Frage des Abbaus lange umstritten, doch Ministerpräsident Jonas Gahr Støre betont die Verantwortung der Länder, die über Mineralien verfügen, diese auf Basis von Wissen, Umweltaspekten und Nachhaltigkeit zu fördern.

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Seltene Erden sind in der Industrie weit verbreitet und werden für Alltags- und Hightech-Geräte benötigt. Für den Abbau sind starke Chemikalien erforderlich, was zu giftigen Abfällen und Umweltkatastrophen geführt hat. Norwegen ist der größte Öl- und Gasproduzent Europas. Die Zustimmung zum Vorschlag der Regierung ist nicht sicher, da sowohl Umwelt- als auch Bergbaubehörden die Öffnung stark kritisiert haben. Die rechtspopulistische Fortschrittspartei signalisiert jedoch möglicherweise bereits ihre Zustimmung zu den Plänen.

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KO KOSMO-Redaktion
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