Trotz Fußfessel beging er Betrug, Diebstahl und entfernte schließlich die elektronische Überwachung. Nun muss ein 30-jähriger Tiroler für fünf Jahre hinter Gitter.
Ein 30-jähriger Tiroler muss für fünf Jahre ins Gefängnis, nachdem er trotz elektronischer Fußfessel eine Reihe von Straftaten begangen hatte. Die Richterin begründete das harte Urteil mit den zahlreichen Vorstrafen des Mannes und der Schwere seiner neuen Vergehen, die von Internetbetrug bis Diebstahl reichten. Zusätzlich zur Haftstrafe wurde er zur Zahlung des Schadens an die zahlreichen Geschädigten verpflichtet. „Es scheint sonst nichts zu helfen“, erklärte die Vorsitzende bei der Urteilsverkündung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Tiroler hatte im Internet Waren, Tickets und Gutscheine zum Verkauf angeboten, ohne diese nach erhaltener Zahlung zu liefern. Zu seinen weiteren Vergehen zählten der Diebstahl von Geld bei einem Mädchen, unerlaubte Bestellungen über fremde Amazon-Konten sowie Betrugsversuche, bei denen er sich telefonisch als Firmenmitarbeiter ausgab und Gehaltsüberweisungen auf ein angeblich neues Konto umleiten wollte. Der verursachte Schaden beläuft sich auf über 60.000 Euro.
Fußfessel entfernt
Den Höhepunkt seiner kriminellen Aktivitäten bildete die Beschädigung und Entfernung seiner elektronischen Fußfessel. Offenbar plante er unterzutauchen, wurde jedoch gefasst und festgenommen.
Spielsucht-Geständnis
Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte geständig und führte seine Taten auf eine Spielsucht zurück. „Es war alles wegen der Spielsucht“, erklärte er vor Richterin Andrea Wegscheider und den Schöffen.
„Es hat einfach nicht mehr aufgehört und ist immer mehr geworden“, fügte er hinzu.