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Familientradition

Trotz Verwandtschaft zu Donald: Warum Bäckerei Trump schließen muss

Trotz Verwandtschaft zu Donald: Warum Bäckerei Trump schließen muss
Foto: Screenshot Google Maps
2 Min. Lesezeit |

Trotz berühmtem Namen und verwandtschaftlicher Verbindung zum US-Präsidenten: Die pfälzische Bäckerei Trump muss schließen – selbst die beliebte „Trump-Schnitte“ konnte das nicht verhindern.

Die traditionsreiche Bäckerei Trump im pfälzischen Freinsheim muss Ende des Jahres ihre Türen schließen. Für die ehemalige Betreiberin Ursula Trump bedeutet dies einen schmerzlichen Einschnitt. „Das ist ganz schlimm“, erklärt die 78-Jährige im Gespräch mit dem SWR. „Freinsheim verliert damit nicht nur einen traditionsreichen Betrieb, sondern auch einen Publikumsmagneten.“ Das Geschäft hatte sich über die Ortsgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hätten regelmäßig Reisebusse gehalten, deren Insassen Fotos von der Bäckerei machten.

Die Namensgleichheit mit dem US-Präsidenten war kein Zufall: Der verstorbene Ehemann von Ursula Trump stand in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu Donald Trump – er gehörte zur siebten Generation der Familie. Der Großvater des amerikanischen Präsidenten, Friedrich Trump, hatte 1885 das nahegelegene Kallstadt verlassen und war in die USA emigriert. Zur Amtseinführung 2017 und zur diesjährigen Präsidentschaftswahl nutzte die Bäckerei diese Verbindung geschickt aus. Die „Trump-Schnitte“ – eine mit US-Flagge und Trump-Porträt verzierte Donauwelle – entwickelte sich für einige Wochen zum Verkaufsschlager. „Das war Wahnsinn“, blickt Ursula Trump zurück.

Wirtschaftliche Gründe

Die Frankenthaler Stadtbäckerei als neuer Eigentümer begründet die Filialschließung mit wirtschaftlichen Faktoren. Geschäftsführer Harald Heiss erläutert, man habe bei der Übernahme vor einem Jahr bewusst auf Investitionen verzichtet, um zunächst die Geschäftsentwicklung zu beobachten. Die Wiedereröffnung einer weiteren Bäckerei in unmittelbarer Nähe Anfang April sowie ein zusätzliches Konkurrenzgeschäft „das Kalorien anbietet“ hätten den Standort wirtschaftlich unhaltbar gemacht.

Immerhin: Die Mitarbeiter, darunter auch Ursula Trumps Schwiegertochter Bianca, erhalten Arbeitsplätze in anderen Filialen. Der kurzfristige Erfolg der „Trump-Schnitten“ reichte letztlich nicht aus, um die Filiale wirtschaftlich zu stabilisieren.

Der vorübergehende Besucheransturm konnte die langfristige Rentabilität des Geschäfts nicht sichern.

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KO KOSMO-Redaktion
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