Ein Kampfabend am Washington Monument, Millionen aus Steuermitteln – und ein Kryptodeal mit Familienbeteiligung.
Für mehr als 4.000 Zuschauer plant Donald Trump am Washington Monument in Washington D.C. einen UFC-Kampfabend mit sieben Fights – das Programm soll bis weit nach Mitternacht dauern. Die Veranstaltung findet unter der Metallkonstruktion „The Claw“ in einer provisorischen Arena statt, während Tausende weitere Besucher das Geschehen von der nahegelegenen Ellipse aus verfolgen werden.
Finanzierung & Kritik
Trump behauptet, die UFC trage die Kosten der Veranstaltung. Dem widerspricht jedoch eine Gerichtsakte des National Park Service, wonach mehr als 60 Millionen Dollar und Zehntausende Arbeitsstunden in das Projekt geflossen sind – unter maßgeblicher Beteiligung von sieben Bundesbehörden. Zusätzlich gab die UFC bekannt, dass World Liberty Financial als Partner der Veranstaltung auftritt – ein Kryptounternehmen, an dem die Trump-Familie Miteigentümeranteile hält.
Unter den geladenen Gästen befinden sich Kabinettsmitglieder, hochrangige Regierungsvertreter sowie republikanische Abgeordnete. UFC-Promoter Dana White, ein enger Vertrauter Trumps, zeigte sich bei einer Promotion-Veranstaltung am Lincoln Memorial in Washington D.C. begeistert: „Dieses Event ist einzigartig, ein unglaubliches Ereignis. Ich liebe es.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass Unwetter die Pläne gefährden könnten – heftige Gewitter hatten bereits am Freitag das Programm beeinträchtigt.
Politisches Kalkül
Trump versucht, das Event mit den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung zu verknüpfen. Laut AP ist die Veranstaltung jedoch in erster Linie auf die Pflege seines persönlichen politischen Images ausgerichtet – zu einem Zeitpunkt, an dem er sich mit einem unpopulären und kostspieligen Krieg im Iran, steigenden Treibstoffpreisen, wachsenden Inflationssorgen und sinkenden Umfragewerten konfrontiert sieht.