Start NEWS Chronik U2 Messe Prater: Maskenverweigerin rastet aus und verletzt Passagierin
NOTBREMSE GEZOGEN

U2 Messe Prater: Maskenverweigerin rastet aus und verletzt Passagierin

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Heute Morgen gegen 8:00 Uhr kam es zu einem Streit zwischen zwei Frauen in der U-Bahnlinie U2 zwischen Praterstern und Messe Prater, der in einem Handgemenge endete.

Kurz vor Einfahren in die U2-Station Messe Prater kam es zu einem lautstarken Streitgespräch zwischen zwei Frauen im hinteren Teil des letzten Wagons. Eine ältere Passagierin machte eine jüngere Frau darauf aufmerksam, dass in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht herrscht und fragte sie, wo denn ihr Mund-Nasen-Schutz sei.

Die jüngere der beiden Beteiligten reagierte sehr aggressiv und ließ Schimpftiraden los. Nachdem die ältere Frau versuchte, die Situation etwas zu beruhigen und einen Schritt näher auf die spätere Angreiferin zuging, rastete die Jüngere komplett aus und holte zum Angriff aus. Sie stieß und schlug wild auf die ältere Dame ein, die sogar in einem Moment zu Boden ging.

Gleichzeitig schritten Mitreisende ein und versuchten, die beiden Frauen voneinander zu trennen. Einer der Passagiere zog auch die Notbremse, während sich die U-Bahn noch stehend in der Station Messe-Prater befand, während ein weiterer die Polizei verständigte.

„Meine Hautfarbe ist das Problem – nicht meine fehlende Maske“
„Die Frage nach der Maske habe ich selbst nicht mitbekommen. Erst als die jüngere der beiden Frauen wild losprügelte, bemerkte ich den Ernst der Lage. Nachdem wir es schafften, die Angreiferin von ihrem Opfer loszubekommen, bemerkte ich, dass mit der Maskenverweigerin etwas nicht so ganz stimmt. Abgesehen davon, dass sie sehr unausgeschlafen aussah, tippe ich auf Alkohol oder Drogen“, so einer der Augenzeugen gegenüber KOSMO.

Außerdem habe er im Streit zwischen den zwei Frauen gehört, dass sich die Maskenverweigerin nicht nur wegen des fehlenden Mund-Nasen-Schutzes provoziert gefühlt habe. Die Angreiferin soll der älteren Frau auch vorgeworfen haben, ein Rassist zu sein. Die Maskenverweigerin habe sich rassistisch angegriffen gefühlt: „Nicht meine Maske, sondern meine Hautfarbe ist das Problem“, soll sie gebrüllt haben.

„5 Minuten bis Schaffnerin da war“ – Angreiferin flüchtete
Was den Augenzeugen besonders erzürnte, war die Tatsache, dass es mindestens fünf Minuten gedauert hat, bis die Zugführerin dann endlich auch am Ort des Geschehens eintraf. Während sich die Mitreisenden um das Opfer kümmerten, flüchtete sich die Angreiferin in die vorderen Teile des Zuges. Einer der Helfer ging ihr nach.

Die Polizei wartete in der nächsten Station auf das Opfer und die Angreiferin, weshalb die Fahrt nach rund 15 Minuten fortgeführt wurde. „Als wir bei der Station Krieau ankamen, fehlte aber von der Angreiferin jede Spur. Auch der Herr, der dem Opfer half und später der Angreiferin nachging, war auf einmal weg. Ich habe weder sie noch ihn aussteigen sehen“, erzählte der Augenzeuge weiter. Er selbst habe dann noch einmal den gesamten Zug nach der Maskenverweigerin durchsucht – leider vergebens.

Opfer verletzt
Die ältere Dame wurde bei dem Handgemenge am Oberarm verletzt. Ob Kratz- bzw. Schürfwunden von der Angreiferin selbst oder doch vom Sturz stammen, konnte man am Tatort selbst nicht genau feststellen.