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Vatikan schickt Sondergesandte nach Međugorje

Medjugorje - Vatikan
(FOTO: Wikimedia Commons/Casa Rosada, Screenshot/antony-boy.com)

Eine päpstliche Gesandtschaft wird mehrere Monate zusammen mit dem Klerus von Međugorje, wo sich auch der umstrittene Marienschrein befindet, verbringen.

Der polnische Erzbischof Henryk Hoser kam gestern in Sarajevo an und wird in den kommenden Tagen in die herzegowinische Stadt Međugorje reisen.

„Meine Aufgabe ist es, die lokale pastorale Situation sorgfältig zu untersuchen. insbesondere die Bedürfnisse der Pilger. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ich pastorale Initiativen für die Zukunft vorschlagen werde“, so Hoser noch im Februar und fügte hinzu, dass seine Mission rein seelsorgerischer Natur sei.

Der Besuch kennzeichnet die neusten Entwicklungen in der bereits lange andauernden komplizierten Beziehung zwischen dem Vatikan und dem von Franziskanern betriebenen Marienschrein in Međugorje.

Dieser wurde 1981 errichtet, als sechs Kinder aus der Gegend Zeuge einer Marienerscheinung geworden sein sollen. Laut den Obrigkeiten des Schreins, soll die Gottesmutter seither mehrmals erschienen sein.

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Der Mostarer Bischof Ratko Perić kommentierte kürzlich die Marienerscheinung in der bosnisch-herzegowinischen Ortsgemeinschaft, welche sich am 24. Juni 1981 ereignet haben soll.

Seit den 80er Jahren wurde Međugorje zu einem der bekanntesten Pilgerstätten. Allerdings wurde sie nie offiziell vom Vatikan bzw. der katholischen Diözese in Bosnien-Herzegowina anerkannt.

Zwischen den lokalen Franziskanern, welche bis heute die Wahrhaftigkeit der Marienerscheinung beteuern und anderen Klerus, welche diese anzweifeln, entstand aus diesem Grund eine Kluft.

So verlautbarte auch der Mostarer Bischoff Ratko Perić kürzlich, dass die Marienerscheinungen in Međugorje unglaubwürdig seien.

Auch der Vatikan entsandte 2010 eine Kommission um die Erscheinungen der Gottesmutter zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden aber bis heute nicht veröffentlicht.

Wie die lokalen christlichen Nachrichten berichten, soll während des Besuchs des polnischen Erzbischofs keine weiteren Untersuchungen diesbezüglich angestellt werden.