Ein brutales Verbrechen in Niederösterreich – nun sitzt ein zweiter Verdächtiger in Haft. Vier Kinder bleiben zurück.
Ein 45-jähriger Österreicher mit kosovarischen Wurzeln ist festgenommen worden, weil er im Verdacht steht, dem mutmaßlichen Täter die Tatwaffe – eine Neun-Millimeter-Pistole – überlassen zu haben. Die Verhaftung erfolgte in Wiener Neustadt; der Mann wurde anschließend in die dortige Justizanstalt eingeliefert. Bei seiner Befragung wies er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Der 45-Jährige ist einschlägig vorbestraft und hat bereits 18 Jahre in Haft verbracht.
Tathergang rekonstruiert
Der Hauptverdächtige, ein 47-jähriger Mann, der noch mit dem Opfer verheiratet ist, hat zugegeben, die Schüsse abgefeuert zu haben – diese erwiesen sich jedoch nicht als todesursächlich. Die Frau kam durch zahlreiche Stichverletzungen ums Leben, die ihr mit einem Schraubendreher zugefügt wurden. Als der Verdächtige versuchte, die Leiche im Garten zu vergraben, wurde er von einem seiner Kinder dabei überrascht.
Hilfe für Kinder
Die Marktgemeinde Sooß (Niederösterreich) hat ein Spendenkonto eingerichtet, über das die vier minderjährigen Kinder des Opfers sowie die betroffene Familie finanziell unterstützt werden sollen. Bürgermeister Hermann Rauch appellierte dabei an den Zusammenhalt der Bevölkerung: „Wir vertrauen wieder auf die Hilfsbereitschaft unserer Bürger, die sie schon so oft bewiesen hat, und setzen ein Zeichen, dass wir füreinander da sind und unsere Kinder nicht allein lassen.“