Maskierte Täter, Waffen und Beute im Wert von hunderttausenden Euro – die Villa von Schumacher-Manager Willi Weber wurde zum Schauplatz eines brutalen Überfalls.
Ein bewaffneter Raubüberfall erschütterte am Dienstagabend die Villa des ehemaligen Schumacher-Managers Willi Weber in Stuttgart. Die 83-jährige Motorsport-Ikone erlebte zwischen 19:00 und 20:50 Uhr einen Albtraum, als mehrere maskierte Täter in sein Anwesen eindrangen. Die Eindringlinge bedrohten das anwesende Ehepaar mit Waffen, fesselten alle Personen im Haus und brachen Tresore auf. Nach Angaben der Stuttgarter Polizei entkamen die Täter unerkannt mit Beute im Wert von mehreren hunderttausend Euro, darunter Bargeld und Schmuck.
Die traumatischen Folgen des Überfalls sind für Weber gravierend. „Ich habe ein blaues Auge, die Kripo ist hier und spricht mit mir. Es geht mir beschissen. Ich bin völlig unter Schock“, erklärte der langjährige Wegbegleiter des Formel-1-Stars gegenüber der Bild-Zeitung. Während die Polizei auf RTL-Anfrage zwar den Einbruch bestätigte, gab sie aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft zur Identität des Opfers. Eine direkte Kontaktaufnahme mit Weber blieb erfolglos.
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Tathergang
Neben Weber befanden sich laut Stuttgarter Zeitung auch seine Ehefrau und eine Haushälterin während des Überfalls im Haus. Etwa eine Stunde nach der Tat gelang es einer der beiden Frauen, sich zu befreien, die Polizei zu alarmieren und den gefesselten Weber aus seiner Zwangslage zu befreien. Die Täter trugen dunkle Kleidung und Sturmhauben zur Maskierung. Auffällige Details: Einer der Einbrecher trug orangefarbene Schuhe, ein anderer hatte einen erkennbaren Bauchansatz. Alle drei Überfallenen erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen.
Webers Zukunftspläne
Der 1988 ins Schumacher-Management eingestiegene Weber kämpfte in der jüngeren Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen. Vor dem Überfall hatte er bereits geplant, seine Villa in Stuttgart zu verkaufen und seinen Lebensmittelpunkt nach Frankfurt zu seiner Lebensgefährtin zu verlegen.
Diese Pläne müssen nun vorerst zurückstehen, während er den traumatischen Vorfall verarbeitet.