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Waldbrand

Waldbrand frisst sich durch 35 Hektar – Hubschrauber im Einsatz

Waldbrand frisst sich durch 35 Hektar – Hubschrauber im Einsatz
(FOTO: FF Liesing)
4 Min. Lesezeit |

Steilhänge, Dunkelheit, Trockenheit: Im Kärntner Lesachtal kämpfen Einsatzkräfte gegen ein Feuer, das sich rasend schnell ausbreitet.

Seit Donnerstagabend bekämpfen 15 Feuerwehren einen Waldbrand, der im Kärntner Lesachtal ausgebrochen ist. Das Feuer entstand im Bereich Promeggen, östlich von Maria Luggau in der Gemeinde Lesachtal im Bezirk Hermagor. Ab 21.00 Uhr rückten Einsatzkräfte aus dem Lesachtal, dem oberen Gailtal sowie aus Osttirol an.

Begünstigt durch anhaltende Trockenheit hatte sich der Brand bis Mitternacht auf rund acht Hektar ausgedehnt. Die Bezirkshauptmannschaft Hermagor hatte bereits am 8. April ein Verbot des Feueranzündens und Rauchens im Wald verhängt. In den frühen Morgenstunden waren bereits 25 Hektar betroffen, wie Bürgermeister der Gemeinde Lesachtal Bernhard Knotz schilderte: „Es hat sich über die Nacht so entwickelt, dass wir relativ viel Wind gehabt haben und sich der Brand sehr rasch ausgebreitet hat. Wir haben jetzt die Information von unserem Bezirksförster bekommen, der das Gebiet recht gut kennt, und der hat die Lage eingeschätzt und hat gesagt: Es sind derzeit ca. 25 Hektar betroffen. Es breitet sich weiterhin relativ rasch aus.“ Gegen 8.40 Uhr gab die Landesalarm- und Warnzentrale gegenüber dem ORF Kärnten bekannt, dass die betroffene Fläche inzwischen auf 35 Hektar angewachsen ist.

Gefährliches Gelände

Wegen der extremen Steilheit des Geländes und der damit verbundenen Gefährdung der Einsatzkräfte mussten die Löscharbeiten in der Nacht vorübergehend eingestellt werden. Zwei Hubschrauber sind bereits im Einsatz, drei weitere sollen angefordert werden. Die Feuerwehren konzentrieren sich darauf, eine weitere Ausbreitung des Brandes einzudämmen. „Das ist natürlich schon ein steiles Gelände, wo man sich schwierig fortbewegen kann. Deswegen sind wir da wirklich angewiesen, auch für die Sicherheit der Feuerwehrleute, dass man es einfach von der Luft aus bekämpft. Vor Ort können wir zurzeit nicht reingehen, weil es einfach zu gefährlich ist. Und in erster Linie müssen wir natürlich auf Leib und Leben achten.“

Zusätzlich erschwerte die Dunkelheit die Situation in der Nacht erheblich, wie Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Gerd Guggenberger am Abend erläuterte: „Wegen des alpinen Geländes und der Dunkelheit ist der Einsatz für die Feuerwehrleute aber sehr gefährlich.“ Die Löscharbeiten mussten in der Nacht unterbrochen werden. Um 7.00 Uhr wurden die Löschangriffe fortgesetzt.

Auch die Löschwasserversorgung stellte die Feuerwehren vor große Herausforderungen. „Mit drei Tanklöschfahrzeugen wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Außerdem musste eine Zubringerleitung von rund vier Kilometer Länge verlegt werden, um Löschwasser an die Brandstelle zu befördern„, sagte Guggenberger.

Verstärkung angefordert

Zur Verstärkung wurden Feuerwehren aus den Bezirken Hermagor und Spittal an der Drau sowie aus Osttirol angefordert, wie Knotz bestätigte: „Die Einsatzzentrale hat mir bestätigt, dass auch der KAT-Zug (Katastrophenschutzzug) zur Verfügung steht, damit aus Spittal, wenn es dann notwendig ist, auch Unterstützung kommt, um da wirklich ins Gelände reinzugehen.“ Die nächstgelegene Ortschaft befinde sich derzeit außerhalb des Gefahrenbereichs, so der Bürgermeister weiter: „Also Gott sei Dank ist jetzt die Ortschaft Xaveriberg zwar stark im Rauch verhüllt, aber da ist jetzt keine Gefahr noch. Also die Ortschaft ist weit genug entfernt. Es sind jetzt Almflächen betroffen beziehungsweise Wald und eventuell eine Almhütte. Aber sonst ist eigentlich nichts bewirtschaftet.“

Die in diesem Bereich verlaufende Bundesstraße ist derzeit für den Verkehr gesperrt. Knotz begründete die Maßnahme damit, dass sich durch den Brand Holzstücke und Steine lösen und herunterrollen könnten. „Zurzeit ist eigentlich das Problem, dass durch den Brand selbst sich immer wieder Holzstücke bzw. Steine lösen im Gelände und herunterrollen können. Damit da keine Gefahr besteht für den darunter durchfahrenden Verkehr, haben wir aus Sicherheitsgründen eben die B111 in diesem Bereich gesperrt.“

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KO KOSMO-Redaktion
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