Ein 13-jähriger Schüler wurde am 3. Mai Opfer eines brutalen Überfalls vor der U-Bahn-Station Erlaaer Straße in Wien-Liesing. Der Vorfall ereignete sich gegen 16 Uhr, als eine Gruppe von Teenagern den Jungen konfrontierte. Laut Schilderungen der Eltern im Gespräch mit „Heute“ umzingelten sieben bis acht unbekannte Jugendliche den 13-Jährigen.
„Dann begannen drei bis vier von ihnen, ihn mit Händen und Füßen zu schlagen. Bei diesem unfairen Kampf erlitt er schwere Augenverletzungen und auch einige Zahnverletzungen“, berichteten die Eltern dem Medium.
Schwere Verletzungen
Die Attacke hatte ernsthafte gesundheitliche Folgen für den Schüler. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo Mediziner mehrere Verletzungen im Gesichtsbereich diagnostizierten, darunter besonders schwerwiegende Schäden im Augenbereich. Das Motiv für den Angriff bleibt bislang völlig im Dunkeln.
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Auch die Täter konnten noch nicht identifiziert werden. Eine Anzeige bei den Behörden wurde bereits erstattet.
Familie erschüttert
Die Familie steht nach dem gewaltsamen Vorfall unter Schock. Auch Tage nach dem Übergriff sind die Eltern und ihr Kind noch immer tief erschüttert. Sie äußern Kritik an den Zuständen im Bezirk.
„Es ist schade, dass diese Stadt ein wenig wie die Bronx (berüchtigter Stadtteil von New York) aussieht.“
Polizei reagiert auf Jugendgewalt
Der Fall reiht sich in eine beunruhigende Entwicklung ein. Im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing wurden im ersten Quartal 2025 laut Landespolizeidirektion Wien acht Fälle von schwerer Jugendgewalt polizeilich registriert. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine leichte Steigerung dar.
Die Polizei hat auf diese Entwicklung bereits reagiert. Zu den Maßnahmen zählen verstärkte Schulpräsenzdienste und regelmäßige Schwerpunktkontrollen an bekannten Hotspots wie U-Bahn-Stationen. Ziel ist es, potenzielle Tätergruppen frühzeitig zu erkennen und weiteren Übergriffen vorzubeugen.