Die allgemein akzeptierte Faustregel, dass unser Körper täglich zwei Liter Wasser benötigt, steht auf dem Prüfstand. Eine kürzlich durchgeführte Studie fordert uns heraus, unseren täglichen Flüssigkeitshaushalt neu zu überdenken.
Wir alle wissen, dass eine ausreichende Hydratation lebenswichtig ist. Eine Untersuchung aus den USA zeigt einen alarmierenden Trend: Individuen, die nicht genug Wasser konsumieren, haben eine um 20 Prozent erhöhte Sterblichkeitsrate. Jedoch wird die altbewährte Regel, zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken, durch aktuelle Forschungsergebnisse in Frage gestellt.
„Eine unlogische Empfehlung“, so beschreibt einer der Hauptforscher der Studie die weit verbreitete Annahme in einer Stellungnahme gegenüber internationalen Medien. Er argumentiert, dass diese Regel keine wissenschaftliche Grundlage hat, sondern auf erfolgreichen Marketingkampagnen großer Getränkehersteller basiert.
Neueste Forschung deutet auf variable Wasserbedürfnisse hin
Die jüngste Forschung legt nahe, dass der Wasserbedarf eines Individuums stark variieren kann. Die Mehrheit der Menschen sollte täglich zwischen 1,5 und 1,8 Liter Wasser trinken, so die neuesten Forschungsergebnisse. Dies begründen die Wissenschaftler damit, dass Menschen, die sich gesund ernähren, fast die Hälfte ihres Wasserbedarfs aus der Nahrung beziehen können.
Weitere Faktoren, wie der individuelle Energieverbrauch, machen es schwierig, eine allgemeingültige Aussage zum täglichen Wasserbedarf zu treffen. Frauen zwischen 20 und 40 Jahren sollten im Schnitt 3,3 Liter Wasser täglich zu sich nehmen, während Männer im Alter von 20 bis 35 Jahren bis zu 4,2 Liter konsumieren können.
Auch sportliche Aktivität ist ein wichtiger Faktor. So sollten sportlich aktive Menschen ihren täglichen Wasserbedarf um etwa einen Liter erhöhen.