Sanieren statt verzichten: Niederösterreicher stürmen die Wohnbau-Hotline. Über 18.000 Anfragen in nur sechs Monaten zeigen, wie wichtig finanzielle Unterstützung beim Modernisieren geworden ist.
Die Wohnbau-Hotline Niederösterreichs verzeichnet anhaltend starke Resonanz: Bereits 18.255 Anfragen gingen im ersten Halbjahr 2025 ein, wie aktuelle Daten aus dem Ressort von Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) belegen. Sanierungsvorhaben dominieren dabei die Anfragen. Die beachtliche Anzahl der Kontaktaufnahmen spiegelt laut Teschl-Hofmeister das ausgeprägte Interesse an Förderungsmöglichkeiten wider. Besonders gefragt sind Informationen zu energieeffizienten Modernisierungsmaßnahmen wie Fenstererneuerung, Wärmedämmung oder Heizungsmodernisierung.
Die Aufstockung des Annuitätenzuschusses (Zuschuss zur regelmäßigen Kreditrückzahlung) dürfte maßgeblich zur gestiegenen Nachfrage beigetragen haben. Die seit Jahresbeginn 2024 geltende Regelung sieht vor: Wer Sanierungsförderungen des Landes beansprucht, erhält über zehn Jahre hinweg einen vierprozentigen Zuschuss auf Annuitätendarlehen. Angesichts der Zinserhöhungen und steigender Lebenshaltungskosten war diese Maßnahme essenziell, unterstreicht Teschl-Hofmeister: „Damit ermöglichen wir vielen Haushalten, ihre Sanierungsvorhaben auch tatsächlich umzusetzen.“
Beachtenswert ist zudem: Auch kleinere Renovierungsarbeiten ohne Energieausweis werden gefördert. Dies kommt jenen zugute, die lediglich einzelne Wohnelemente wie Fenster oder Bodenbeläge erneuern möchten. Fast die Hälfte aller Anfragen bei der Hotline bezieht sich auf Sanierungsmaßnahmen – sowohl umfassende Modernisierungen als auch kleinere Einzelmaßnahmen stehen hoch im Kurs. Die langfristige Bilanz ist beeindruckend: Fast eine halbe Million Menschen haben sich seit Einrichtung der NÖ Wohnbau-Hotline im Jahr 2005 beraten lassen – genau 470.000 Personen suchten dort telefonisch Unterstützung.
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Beratungsangebot
Die telefonische Beratung steht montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags bis 14 Uhr unter 02742/22133 zur Verfügung. Ergänzend bietet das Fachpersonal persönliche Beratungstermine in den Bezirksstellen und in St. Pölten an. Wer direkten Kontakt bevorzugt, findet im Herbst zahlreiche Gelegenheiten dazu: Die Abteilung Wohnbauförderung präsentiert sich auf mehreren niederösterreichischen Messen.
Messen-Präsenz
Die Wohnbauförderung ist auf der Gartenbaumesse Tulln (28. August bis 1. September), Bau & Energie Wieselburg (17. bis 19. Oktober), der Hausbaumesse Hollabrunn (7. bis 9. November) sowie der Best Ager Expo Tulln (28. bis 30. November) vertreten. Sämtliche Informationen zu Fördermöglichkeiten – etwa für Neubauprojekte, Eigenheimsanierungen oder Wohnzuschüsse – sind auch auf www.noe.gv.at verfügbar.
Förderanträge können digital ausgefüllt und eingereicht werden.