Wenn Klassenzimmer zur Sauna werden, leidet der Unterricht. Wien denkt jetzt laut über eine radikale Lösung nach.
Angesichts stetig steigender Temperaturen wird der Ruf nach Entlastung lauter – und das nicht nur außerhalb der Schulen. Auch in Klassenzimmern und Lehrerzimmern klettert das Thermometer in den letzten Wochen vor den Sommerferien regelmäßig weit über die 30-Grad-Marke. Kein Wunder also, dass die Debatte um hitzebedingten Unterrichtsausfall für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zunehmend an Fahrt gewinnt.
Bislang enden die Unterrichtstage in Wien regulär Anfang Juli – im laufenden Schuljahr 2025/26 etwa am 3. Juli 2026, worauf die Sommerferien bis 6. September dauern.
Emmerlings Vorschlag
Die Wiener Bildungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling bringt dazu einen konkreten Vorschlag ins Spiel: Eine Verschiebung des Ferienbeginns auf einen früheren Zeitpunkt. Ihre Begründung: Im Juni sei die Hitzebelastung besonders hoch, während die Temperaturen ab Mitte August bereits spürbar nachlassen und die Nächte wieder kühler werden.
Bildungsminister Wiederkehr zeigte sich dem Anliegen gegenüber offen und kündigte an, den Vorschlag zu prüfen. Gegenüber dem STANDARD formulierte Emmerling ihre Position klar: „Eine Vorverlegung der Sommerferien wäre für mich ein konkreter Vorschlag.“