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Gesundheitskrise

10-Punkte-Plan der Ärztekammer Wien zur Rettung der Wiener Spitäler

10-Punkte-Plan der Ärztekammer Wien zur Rettung der Wiener Spitäler
(FOTO: wikimedia/GuentherZ)
3 Min. Lesezeit |

Die Ärztekammer für Wien hat einen umfassenden 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung der Gesundheitskrise und zur Rettung der Wiener Spitäler vorgelegt. Dieser Plan bietet weitreichende Vorschläge, von organisatorischen Reformen über Personalaufstockung bis hin zu digitalen Innovationen.

„Man will den 10-Punkte-Plan bestmöglich verbreiten, damit die Politik die Dringlichkeit einer gemeinsamen Lösungsfindung begreift,“ so Stefan Ferenci, der geschäftsführende Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte. Die ausgearbeiteten Vorschläge der Ärztekammer für Wien, die stolze 28 Minuten umfassen und von Wiener Ärztinnen und Ärzten als Podcast und Video eingelesen wurden, zeigen den Ernst der aktuellen Gesundheitskrise.

Fokus auf Personalmangel und Unterstützung

Ferenci betonte die Notwendigkeit einer sofortigen politischen Unterstützung. „Das Gesundheitspersonal in den Spitälern braucht jetzt Unterstützung seitens der Politik, nicht in ein paar Jahren. Sonst laufen uns die Kolleginnen und Kollegen aus dem Spital davon.“

Reformvorschläge

Anna Kreil, die stellvertretende Obfrau der Kurie angestellte Ärzte, fokussierte sich auf die organisatorische und finanzielle Seite des Gesundheitswesens. Sie forderte „eine transparente Bedarfsplanung sowie eine Organisationsreform des WiGev bis hin zu dessen vollständiger Ausgliederung aus städtischen Strukturen“. Als weiteren Lösungsansatz schlug sie einen Ausbau der Sonderklasse vor, um Mehreinnahmen für Wiens Spitäler zu generieren.

Sofortmaßnahmen und Digitalisierung

Zudem ging Eduardo Maldonado-González, stellvertretender Obmann der Kurie angestellte Ärzte, auf Sofortmaßnahmen zur Behebung des Personalproblems ein. Er unterstützte dabei die Forderung nach einer 32-Stunden-Woche für das Spitalspersonal und hielt eine Entbürokratisierungs- bzw. Digitalisierungsoffensive für notwendig, da man sich im Spital zu oft „mit langwierigen Organisationsprozessen befassen“ müsse.

Zukunft des AKH

Frédéric Tömböl, Mitglied des Präsidiums der Ärztekammer für Wien und gewählter Mandatar des Betriebsrats des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals der Medizinischen Universität Wien, skizzierte die Zukunft des AKH Wien. Tömböl schlägt vor, das AKH in ein eigenständiges Bundesspital zu überführen.

Ärztemangel gefährdet öffentliche Versorgung in Österreich

Hingegen wurde von Severin Ehrengruber, Vorsitzender des Ausschusses für ärztliche Ausbildung der Ärztekammer für Wien, eine Ausbildungsoffensive gefordert, um den Brain-Drain unter jungen Ärztinnen und Ärzten zu stoppen. Ehrengruber forderte ebenfalls eine Modernisierung des Spitalsmanagements, etwa durch die Abschaffung der Teilzeit- bzw. Doppelprimariate.

Die Vorschläge des 10-Punkte-Plans werden in den kommenden Wochen auf den Kanälen der Ärztekammer für Wien präsentiert, um auf die Dringlichkeit der aktuellen Probleme aufmerksam zu machen und Lösungen anzubieten.

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KO KOSMO-Redaktion
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