Vier Filialen, über 100 Jobs, ein laufender Insolvenzprozess – und doch ist das letzte Wort bei Hellweg Österreich noch nicht gesprochen.
Die Heimwerkerkette Hellweg steht in Österreich vor dem vollständigen Rückzug: Für die vier verbliebenen Filialen wurde nun die gerichtliche Schließung beantragt. Rund 116 Beschäftigte sind davon betroffen.
Bereits Ende Juni hatte Hellweg Insolvenz angemeldet. Im August folgten die ersten Schließungen – betroffen waren damals die Standorte in Graz-Raaba und Fürstenfeld. Das beim Landesgericht Linz eröffnete Sanierungsverfahren sieht eine Quote von 30 Prozent auf Verbindlichkeiten von rund 23,8 Millionen Euro vor. Nun wurde auch für die vier zuletzt verbliebenen Filialen in Graz-Eggenberg, Straßwalchen, Kirchdorf an der Krems und Ried im Innkreis die insolvenzgerichtliche Schließung beantragt. Der Antrag wurde beim Landesgericht Linz eingebracht; rund 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon betroffen.
Versteigerung & Investor
Vorerst bleiben an den betroffenen Standorten die Bereiche Marktleitung und Brandschutz aufrechterhalten, um die Sicherheit während der Verwertung der Liegenschaften zu gewährleisten. Die vorhandenen Warenbestände sollen im Zuge der Schließung durch ein professionelles Verwertungsunternehmen verwertet werden. In einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens wird die Schließung als „Teil der angestrebten Investorenlösung“ bezeichnet.
Trotz der bevorstehenden Schließungen sind die Verhandlungen mit einem potenziellen Investor nicht abgebrochen. Laut Unternehmensmitteilung lautet das erklärte Ziel: „Ziel ist es, die vier Standorte mit eigenem Warenbestand fortzuführen und die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen.“ Wie die Gespräche ausgehen werden, ist derzeit noch offen.