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Preisschock

150 Euro für Liegestuhl und Sonnenschirm: Montenegro schockt mit Preisen

150 Euro für Liegestuhl und Sonnenschirm: Montenegro schockt mit Preisen
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Luxus oder Abzocke? An Montenegros Stränden sorgt eine Preisbombe für Touristenfrust – zwei Liegestühle und ein Sonnenschirm kosten so viel wie ein Kurztrip.

Ein Sonnenschirm und zwei Liegestühle am Strand des renommierten Hotels Avala in Budva, Montenegro, schlagen mit satten 150 Euro zu Buche. Diese Preisgestaltung sorgte in den sozialen Netzwerken für einen regelrechten Sturm der Entrüstung und löste eine Flut empörter Kommentare aus.

„Willkommen im WAHNSINN!!“, lautete einer der hitzigsten Beiträge. „Das öffentliche Unternehmen Morsko Dobro (Behörde für die Verwaltung der Küstenzone Montenegros) und das Ministerium für Stadtplanung und Tourismus haben ALLES getan, was sie konnten und wussten, um die Saison und den Tourismus in Montenegro zu ZERSTÖREN. Vielleicht ist das alles Teil eines größeren Plans zur Zerstörung des Staates Montenegro!! In der Zwischenzeit ist der Premierminister auf einer Konferenz über die Schädlichkeit von Tabak. Es scheint, dass…“

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Spott und Ironie

Die Kommentare reichten von beißendem Spott bis hin zu blanker Empörung. „Als wäre Budva auf Hawaii, bitte schön“, spottete ein Nutzer, während ein anderer fragte: „Woraus bestehen die Liegestühle und Sonnenschirme? Werden sie vielleicht von Angelina Jolie gehalten?“

Ein langjähriger Montenegro-Urlauber brachte seine Enttäuschung deutlich zum Ausdruck: „Seit 39 Jahren verbringe ich meinen Urlaub in Montenegro, nicht weil ich nichts Besseres kenne – ich war dort, habe es gesehen, aber ich fühle mich in Montenegro immer noch am wohlsten. Aber wenn sie so weitermachen, denke ich ernsthaft über andere Reiseziele nach.“

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Mit beißender Ironie fragte ein Twitter-Nutzer: „Bekommen die Touristen nach dem Urlaub die ‚Strandmöbel‘ als Geschenk?“

Drastische Preisunterschiede

Die Preisgestaltung an montenegrinischen Stränden zeigt enorme Unterschiede. Während am exklusiven Avala-Hotel 150 Euro verlangt werden, bewegen sich die Kosten für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm an anderen Strandabschnitten in Budva zwischen 10 und 40 Euro pro Tag. In Touristenorten wie Bar, Tivat oder Ulcinj sind die Preise meist deutlich niedriger und liegen im mittleren zweistelligen Bereich.

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Viele Urlauber klagen jedoch nicht nur über einzelne Extrembeispiele, sondern über einen allgemeinen Preisanstieg. Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich die Kosten für Aufenthalt, Verpflegung und Freizeitaktivitäten in der Hauptsaison teilweise verdoppelt.

Umstrittenes Vergabemodell

Hinter den steigenden Preisen steckt auch ein kontrovers diskutiertes System: Das staatliche Unternehmen Morsko Dobro vergibt die Nutzungsrechte für Strandabschnitte in öffentlichen Ausschreibungen. Einige ehemalige Pächter berichten von einer Vervierfachung der Pachtpreise, die sie zwangsläufig an die Touristen weitergeben müssen.

Tourismus-Experten warnen, dass diese Entwicklung den Zugang zu Stränden für breitere Bevölkerungsschichten einschränken könnte und sowohl bei internationalen Besuchern als auch bei Einheimischen auf wachsenden Widerstand stößt.