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Hammermord

30 Hammerschläge wegen 14.000 Euro – Arbeitskollege brutal getötet

30 Hammerschläge wegen 14.000 Euro – Arbeitskollege brutal getötet
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Schuldenstreit eskaliert tödlich – in Klagenfurt endet eine jahrelange Arbeitsbeziehung mit einem Geständnis.

In Klagenfurt-St. Ruprecht ist Mitte Juni ein 64-jähriger Mann einem brutalen Angriff zum Opfer gefallen. Als Tatverdächtiger gilt ein 44-Jähriger, der den Mann laut Ermittlungsstand mit zwei Hämmern getötet haben soll. Die Hintergründe der Tat werden nun klarer: Offenbar war ein seit längerer Zeit schwelender Schuldenstreit der Auslöser.

Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, bestätigte gegenüber der „Kleinen Zeitung“: „Der Beschuldigte berichtet über Schulden bei dem Opfer in der Höhe von circa 14.000 Euro.“

Schulden als Auslöser

Bei den besagten Schulden soll es sich um Aufwendungen gehandelt haben, die der 64-Jährige im Laufe der Zeit für den Beschuldigten übernommen hatte. Konkret bezahlte der Karosseriespengler laut Ermittlungen Lackierutensilien für den 44-Jährigen. Darüber hinaus soll er zugesagt haben, auch die Finanzierung des Meisterbriefs zu übernehmen – ein Vorhaben, das nach Angaben des Beschuldigten rund 10.000 Euro gekostet hätte.

Die beiden Männer verband eine längere gemeinsame Arbeitsbeziehung: Unter anderem sollen sie Mini-Transporter zu Wohnmobilen umgebaut haben. Einem Bericht der Tageszeitung zufolge hatten sie außerdem Pläne, gemeinsam ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Wie der 44-Jährige in seinen Aussagen schilderte, belastete die finanzielle Situation das Verhältnis der beiden Männer immer wieder. Auch in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni soll es erneut zu einem Streit gekommen sein – mit tödlichem Ausgang. Laut „Kleine Zeitung“ soll der Beschuldigte den 64-Jährigen mit zwei unterschiedlichen Hämmern angegriffen und mehr als 30 Mal auf ihn eingeschlagen haben.

Eigenen Angaben zufolge wechselte er dabei sogar das Werkzeug und setzte sowohl einen Spenglerhammer als auch ein Maurerfäustel ein. Beide Tatwaffen wurden später im Fahrzeug des Mannes sichergestellt.

Festnahme & Vorgeschichte

Im Anschluss an die Tat begab sich der 44-Jährige zunächst nach Hause, kehrte jedoch kurz darauf mit seinem Auto zum Tatort zurück. In dem Fahrzeug stießen die Ermittler neben den beiden Hämmern auch auf die Brieftasche des Opfers. Schließlich verständigte der Mann selbst die Polizei, die ihn vor dem Haus des Getöteten festnahm.

Der Beschuldigte hat die Tat gestanden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Bereits im Vorjahr war er vor dem Landesgericht Klagenfurt strafrechtlich in Erscheinung getreten: Damals wurde er wegen der Verfolgung seiner Frau und der Bedrohung mit einem Messer zu zwölf Monaten teilbedingter Haft verurteilt, davon drei Monate unbedingt. Erst im Oktober war er aus der Haft entlassen worden.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Tat sind noch nicht abgeschlossen.

Für den Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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KO KOSMO-Redaktion
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