Eine traumhafte Urlaubskulisse endete für 200 Passagiere der Austrian Airlines plötzlich am Flughafen in Nizza. Die Reisenden, darunter eine Gruppe aus Wien-Mariahilf, mussten nach stundenlanger Ungewissheit erfahren, dass ihr Flug zurück nach Wien gestrichen worden war. „Wir wurden erst am Flughafen nach fünf Stunden Warten über die Stornierung informiert“, berichtet ein Mitreisender der „Heute„.

Konfrontiert mit einer Wartezeit von mehreren Tagen für einen Ersatzflug, erwägten die Betroffenen unterschiedliche Rückkehrmöglichkeiten. Ein Angebot, am Sonntag von Mailand nach Wien zu fliegen, scheiterte an den hohen Kosten für die notwendige Anreise nach Mailand im Mietwagen. „Die Kosten für das Mietauto hätten über 1000 Euro betragen, das war uns einfach zu viel“, erklärt ein Passagier.
Entscheidung für den Flixbus
Die Lösung ihrer misslichen Lage fanden die Reisenden schließlich im Flixbus. Ihre über 27-stündige Heimreise führte sie von Nizza über Marseille, Lyon, Genf, Zürich und Innsbruck zurück nach Wien. Eine lange Reise, die jedoch im Gegensatz zu einem knapp zweistündigen Flug stand. „Wir wünschen uns, dass zumindest die Kosten für die Busfahrt von der AUA erstattet werden“, hofft einer der Reisenden.
Probleme der anderen Passagiere
Andere betroffene Passagiere mussten ebenfalls Umwege in Kauf nehmen und verloren wertvolle Zeit durch mehrfaches Umsteigen auf Flügen über Deutschland. Einige verbrachten sogar über 24 Stunden auf dem Flughafen in Nizza, wie ein Urlauber erzählt, der keine Übernachtungsmöglichkeit wegen der Tour de France fand.
Unzureichende Kommunikation
Die späte Informationspolitik der Airline und die daraus resultierende Informationskette stießen auf Unverständnis bei den Reisenden. Bereits am Samstagnachmittag hatte die AUA den Flug nach Nizza gestrichen, viele Passagiere erfuhren jedoch erst viel später von der Annullierung ihres Heimflugs.
Stellungnahme der Austrian Airlines
Austrian Airlines äußerte sich nur allgemein bezüglich der Stornierung: „Aus flugbetrieblichen Gründen mussten wir die Flugrotation OS 429/OS 430 am 20. Juli leider annullieren. Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten und bemühen uns, Passagiere auf alternative Flüge umzubuchen.“ Das Unternehmen versprach, sich mit den Betroffenen in Verbindung zu setzen, um über möglichen Schadenersatz zu sprechen, den die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte abwickeln könnte.