Österreich hebt die Tabaksteuer an, was Zigaretten und Tabaksticks teurer macht. Kritiker warnen vor Auslandskäufen, während Konsumenten über Rauchstopp nachdenken.
Mit dem Beginn des Aprils hat Österreich die Tabaksteuer erhöht, was zu einem Preisanstieg von 20 bis 50 Cent pro Zigarettenpackung geführt hat. Auch Tabaksticks zum Erhitzen, wie die sogenannten „Heets“, sind von dieser Maßnahme betroffen und verzeichnen einen Anstieg um 50 Cent pro Packung. Die österreichische Bundesregierung verfolgt mit dieser Steuererhöhung das Ziel, in diesem Jahr 50 Millionen Euro und im nächsten Jahr 100 Millionen Euro einzusparen.
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Kritik der Trafikanten
Die Erhöhung stößt auf Kritik seitens der Trafikanten. Angelika Bauer, die Obfrau der Trafikanten im Burgenland, äußert Verständnis für das bestehende Budgetloch, zeigt sich jedoch verwundert über die starke Anhebung der Steuer auf Tabaksticks zum Erhitzen. Sie befürchtet, dass Konsumenten durch die höheren Preise dazu verleitet werden könnten, ihre Tabakwaren günstiger im Ausland zu kaufen. Bauer kommentiert: „Weil man den Konsumenten meiner Meinung nach wieder zum billigeren Einkauf im Ausland einlädt.“
Auf der Konsumentenseite wird die Erhöhung ebenfalls wahrgenommen. Marion Mürwald aus Pöttsching überlegt aufgrund der gestiegenen Preise, das Rauchen aufzugeben. Sie sagt: „6,80 Euro ist schon nicht günstig. Wenn es jetzt aber noch teurer wird, soll man sich wirklich überlegen, definitiv aufzuhören. Das ist ein teurer Spaß.“ Trotz dieser Überlegungen zeigen Erfahrungen, dass nur wenige Raucher tatsächlich aufhören, selbst wenn die Preise steigen. Trafikant Roman Kliesspiess kommentiert: „Ein Raucher ist einfach ein Raucher.“
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Umsatzentwicklung im Burgenland
Im Burgenland machen Zigaretten weiterhin etwa 85 Prozent des Gesamtumsatzes der Trafiken aus. Der Umsatz mit Tabakwaren ist im vergangenen Jahr gestiegen und beträgt rund 117 Millionen Euro, was etwa fünf Millionen mehr als im Jahr zuvor sind. Obwohl es jährlich einige Trafiken weniger gibt, was laut Wirtschaftskammer daran liegt, dass Standorte in manchen Gemeinden nicht mehr nachbesetzt werden, gilt das Tabakgeschäft trotz steigender Preise als krisensicher.