Rekordtemperaturen bis 36 Grad treffen heute auf eine brisante Wetterlage. Die herannahende Kaltfront bringt nicht nur Abkühlung, sondern auch gefährliche Unwetter mit sich.
Nach einem heißen Wochenende steht Österreich heute der bislang wärmste Tag des Jahres bevor – mit Temperaturen bis zu 36 Grad, wie die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) prognostiziert. Doch die extreme Hitze bringt auch Gefahren mit sich: Eine herannahende Kaltfront sorgt am Nachmittag und Abend regional für kräftige Gewitter. Mehrere Wetterdienste haben daher bereits Unwetterwarnungen für verschiedene Landesteile ausgegeben.
Unwetterfront im Anmarsch
Die Unwetterfront erreicht das Land von Westen her. Bereits in den Vormittagsstunden können erste Schauer vom Bodenseeraum bis ins Mühlviertel auftreten. Skywarn Austria bestätigt diese Einschätzung und verweist auf Niederschläge, die aus Bayern nach Oberösterreich ziehen, sich jedoch zunächst rasch wieder auflösen dürften. Im Tagesverlauf breitet sich das Unwettergeschehen dann ostwärts aus.
📍 Ort des Geschehens
Besonders gefährdet sind laut Skywarn Austria der Alpennordrand von Salzburg bis Niederösterreich sowie das Gebiet vom Innviertel bis Linz.
⇢ Sonniger Sommertraumtagen in Wien mit 31 Grad
Auch südliche Landesteile wie Kärnten, die Südsteiermark und das Burgenland müssen mit Gewittern rechnen, wenn auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit. In Wien und im Weinviertel könnten die Gewitter zwar noch auftreten, sich aber beim Weiterzug nach Osten abschwächen. Für das Grazer und Weizer Bergland bis ins Mittelburgenland werden hingegen lokal kräftige Gewitter mit Sturmböen erwartet.
Extreme Begleiterscheinungen
Die Meteorologen warnen einhellig vor erheblichen Begleiterscheinungen der Unwetter: Sturmböen bis 100 km/h, Hagelschlag und intensiver Starkregen stehen bevor. Unwetter-Österreich schätzt die Lage noch dramatischer ein und hält sogar Orkanböen jenseits der 100 km/h-Marke für möglich – vor allem im Raum Salzburg und im südlichen Oberösterreich, wo besonders energiereiche und gut gescherte Luftmassen vorherrschen.
„Sollten organisierte Zellen eingelagert sein, oder sogar Superzellen entstehen, können diese auch größeren Hagel produzieren“, warnt Unwetter-Österreich. Selbst in Regionen ohne direkte Gewitteraktivität kann es stellenweise stürmisch werden.
Behörden in Alarmbereitschaft
In den besonders betroffenen Regionen haben Einsatzorganisationen und lokale Behörden ihre Bereitschaft erhöht. In Oberösterreich, Salzburg und Teilen Niederösterreichs wurden zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert, um bei Unwetterschäden wie Überflutungen, umgestürzten Bäumen oder Stromausfällen schnell reagieren zu können.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Lose Gegenstände im Freien sollten gesichert und Fahrzeuge möglichst nicht unter Bäumen oder in Senken geparkt werden.
⇢ Kurze Abkühlung, dann Hitzewelle: Fronleichnam bringt 31 Grad
Bei akuter Gefahr werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, Notrufnummern nur im Ernstfall zu wählen und sich über offizielle Kanäle laufend über die aktuelle Wetterlage zu informieren.
Die Unwetterlage sollte sich im Laufe der Nacht beruhigen. Für Dienstag sagen die aktuellen Prognosen weitgehend gewitterfreies Wetter voraus.