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Horror im Europapark: Totes Baby im Gebüsch gefunden

Horror im Europapark: Totes Baby im Gebüsch gefunden
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Eine Einkaufstasche im Gebüsch, darin ein toter Säugling – fast eine Woche unentdeckt. Nun fahndet die Polizei nach einem jungen Paar vom Tatort.

Die Ermittlungen zum Fall der im Europapark in Klagenfurt entdeckten Babyleiche dauern an. Wie die Staatsanwaltschaft Klagenfurt am Dienstag mitteilte, konnte das Landeskriminalamt Kärnten den vermutlichen Zeitpunkt der Ablage des Säuglings eingrenzen. Demnach wurde das Kind am Sonntagmorgen des 29. Juni zwischen 6.30 und 9 Uhr im Bereich eines Hügels zurückgelassen. Fast eine Woche blieb der Säugling unentdeckt in einer Einkaufstasche der Möbelkette „Jysk“, die im Gebüsch versteckt war. Erst am Samstag stieß ein städtischer Mitarbeiter auf die sterblichen Überreste, alarmierte umgehend die Polizei, woraufhin das Areal abgesperrt wurde.

Die Behörden stehen vor einem Rätsel: Die Herkunft des Babys ist ungeklärt, ebenso die Frage, ob es sich möglicherweise um eine Totgeburt handelt. Die Identität der Person, die den Säugling ablegte, sowie deren Motive bleiben im Dunkeln. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls. Hinweise zu dem auffälligen Einkaufsbeutel oder zu den gesuchten Personen können bei jeder Polizeidienststelle oder direkt beim Dauerdienst des Landeskriminalamts Kärnten unter der Telefonnummer 059133 20 3333 gemeldet werden.

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FOTO: LPD Kärnten

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Verdächtige Beobachtungen

Im Fokus der Ermittlungen stehen Personen, die am Morgen des 29. Juni verdächtige Beobachtungen im Bereich des sogenannten Iriskogels im Europapark gemacht haben könnten. Besonders relevant sind Hinweise zu einem jungen Paar, das sich zur fraglichen Zeit dort aufgehalten haben soll.

Die Ermittlungsdauer bleibt ungewiss. In der Kärntner Landeshauptstadt herrscht weiterhin Fassungslosigkeit über den Vorfall. In sozialen Medien wird vielfach die Frage nach dem „Warum“ gestellt. Die Psychologin Margret Tschuschnig erklärte im Gespräch mit der „Krone“: „Normaldenkende Mütter können das nicht nachvollziehen, was in den Köpfen jener vorgeht, die ihr neugeborenes Baby entsorgen.“ Sie fügte hinzu: „Die Gründe können vielseitig sein.

Meist sind werdende Mütter psychisch vorbelastet.“

Ermittlungen wegen Kindstötung

Wie die Staatsanwaltschaft Klagenfurt mittlerweile bekannt gab, wird in dem Fall konkret wegen Tötung eines Kindes bei der Geburt nach Paragraf 79 StGB ermittelt. Diese Entwicklung folgt der Feststellung, dass es sich bei dem Opfer um einen männlichen Säugling mit Nabelschnur handelt. „Dieser Umstand schließt aus, dass die Geburt in einem Krankenhaus oder unter Aufsicht einer Hebamme stattgefunden hat“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen unbekannte Täter, wobei die Behörden betonen, dass der Täterkreis nicht ausschließlich auf die Mutter beschränkt ist. Forensiker haben bereits DNA-Proben sichergestellt, die zur Klärung der Identität der Eltern beitragen sollen. Die Fundstelle des Säuglings befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsgelände der „Starnacht am Wörthersee“, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert.

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KO KOSMO-Redaktion
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