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Gewaltverbrechen

Pedo-Hunter“-Bande: So brutal schlugen die Snapchat-Schläger zu

Pedo-Hunter“-Bande: So brutal schlugen die Snapchat-Schläger zu
FOTO: iStock/Oleg Elkov
2 Min. Lesezeit |

Eine Jugendbande terrorisierte Wien monatelang mit brutaler Gewalt. Unter dem Deckmantel, als „Pedo-Hunter“ gegen Männer vorzugehen, die minderjährige Mädchen treffen wollten, verübten sie mindestens 18 Gewalttaten im Frühjahr 2025. Die Masche war stets dieselbe: Über Snapchat nahm ein vermeintlich attraktives Mädchen Kontakt zu jungen Männern auf. Nach einigem Chatten wurde ein Treffen vereinbart. Doch am verabredeten Ort erwartete die Opfer eine grausame Überraschung – statt der erhofften Bekanntschaft lauerten drei bis vier Schläger, die sofort mit extremer Brutalität zuschlugen.

Die Ermittlungen zeigen, dass die Täter mit erschreckender Gewalt vorgingen. Die männlichen Opfer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren erlitten Knochenbrüche und mussten Tritte gegen den Kopf ertragen. Die Angreifer filmten ihre Taten und zwangen die Geschädigten anschließend, ihre Kontostände auf dem Handy vorzuzeigen und sämtliches Geld abzuheben, das ihnen dann geraubt wurde.

Extreme Brutalität

Ermittler beschreiben das Gewaltpotenzial als „oberstes Level“. Während die Tätergruppe behauptete, sie wolle Männer bestrafen, die sich mit Minderjährigen verabreden wollten, deuten die Ermittlungsergebnisse auf andere Motive hin: Sadismus, Gewaltbereitschaft und finanzielle Bereicherung.

Viele Betroffene schwiegen aus Angst oder meldeten den Vorfall mit verfälschten Details. Erst durch die sichergestellten Videoaufnahmen wurde das tatsächliche Ausmaß der Verbrechen sichtbar.

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Täter gefasst

Inzwischen konnten drei Hauptverdächtige im Alter von 16 bis 19 Jahren sowie ein 14-jähriger Mittäter festgenommen werden. Die Ermittlungen dauern an, da auf den beschlagnahmten Videos weitere, bislang unbekannte Opfer zu sehen sind, die von den Behörden gesucht werden.

Die Öffentlichkeit kann sich am Mittwoch, dem 8. Oktober, um 20.15 Uhr in der Sendung „Fahndung Österreich“ auf Servus TV erstmals ein Bild vom Vorgehen der selbständig ernannten „Pedo Hunters“ machen.

Die Behörden schließen nicht aus, dass weitere Tätergruppen mit ähnlicher Vorgehensweise aktiv sein könnten, und mahnen zur Vorsicht: Bei Verabredungen über soziale Medien sei erhöhte Wachsamkeit geboten.

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KO KOSMO-Redaktion
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