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Tennisdrama

Tennis-Krimi mit fünf Breaks: Djokovic krallt sich Titel 101

Tennis-Krimi mit fünf Breaks: Djokovic krallt sich Titel 101
(FOTO: EPA/GEORGE VITSARAS)
3 Min. Lesezeit |

Novak Djokovic hat seinen zweiten Saisontitel nach Genf und den insgesamt 101. seiner beeindruckenden Karriere eingefahren. Das Finale in Athen entwickelte sich zu einem wahren Tennis-Krimi. Musetti erwies sich als härteste Prüfung für den Serben im gesamten Turnierverlauf, doch nach knapp drei Stunden intensivem Kampf gelang Djokovic ein beeindruckendes Comeback zum Sieg.

Der Italiener legte einen nahezu perfekten Start hin. Obwohl Djokovic sein erstes Aufschlagspiel sicherte, zeigte Musetti von Beginn an seine Qualitäten. Im dritten Spiel schlug der Weltranglistenneunte zu und nahm dem Serben den Aufschlag zum 2:1 ab.

Musetti brillierte mit seinem Spielwitz und hätte im fünften Game den ersten Durchgang fast schon vorentschieden. Eine weitere Break-Möglichkeit bot sich ihm, die Djokovic jedoch mit starkem Service abwehren konnte. Dennoch fand der Serbe bis zum Satzende keine Mittel, um wirklich gefährlich zu werden.

Mit souveränen Aufschlagspielen hielt Musetti den Vorsprung. Djokovic kam zu keiner einzigen Break-Chance, und nach 45 Minuten sicherte sich der Italiener den ersten Durchgang mit 6:4.

Djokovics Comeback

Der Satzverlust brachte den Routinier nicht aus dem Konzept. Djokovic steigerte sein Niveau merklich, servierte nun deutlich präziser und ließ Musetti bei eigenem Aufschlag keinen Punkt mehr. Allerdings dauerte es eine Weile, bis der Serbe seine erste Break-Chance im Match erspielen konnte.

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Gute Gelegenheiten im vierten und sechsten Spiel ließ er ungenutzt, doch im achten Game folgte die Belohnung. Nach zwei Break-Chancen verwandelte Djokovic die zweite nach einem kräftezehrenden Ballwechsel. Trotz eines kurzen Durchhängers beim Ausservieren, als er eine Break-Chance abwehren musste, stellte der Serbe mit einem Ass den Satzausgleich her (6:3).

Die Entscheidung fiel in einem dramatischen dritten Satz. Mit dem Schwung des Satzgewinns im Rücken gelang Djokovic ein frühes Break zur 3:1-Führung. Der Weg zum Titel schien geebnet.

Dramatischer Schlusssatz

Doch Musetti kämpfte sich zurück, holte sein Aufschlagspiel und schaffte nach einer Serie spektakulärer Ballwechsel in einem fast zehnminütigen Marathon-Game das Re-Break. Die Antwort des Serben folgte prompt – in einem noch verrückteren Spiel.

Der Italiener führte bei eigenem Aufschlag komfortabel mit 40:0, ehe sein Spiel völlig zusammenbrach. Zwei Doppelfehler, ein verschlagener Vorhand-Ball und ein dritter Doppelfehler bescherten Djokovic die erneute Führung wie ein Geschenk.

Der Routinier nutzte diese Gelegenheit eiskalt und zog auf 5:3 davon. Doch als es darauf ankam, den Sack zuzumachen, wackelte auch er. Nach einem zähen Spiel gelang Musetti das Break zum 5:5 – der Italiener war wieder nur zwei Spiele vom Triumph entfernt.

Die Break-Serie riss jedoch nicht ab. Das fünfte Break im Entscheidungssatz ging an Djokovic, erneut nach einem nervenaufreibenden Spiel. Diesmal ließ sich der Serbe die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und servierte souverän zum 7:5-Erfolg aus.

Nach drei Stunden packte Djokovic seinen 101. Karrieretitel ein. Es war das zehnte Duell mit Musetti und der neunte Sieg für den Serben. Neben dem Preisgeld von 116.000 Euro verbessert sich Djokovic auf den vierten Platz der ATP-Weltrangliste, die am kommenden Montag aktualisiert wird.

Als nächstes steht für ihn das ATP-Finale in Turin an – vorausgesetzt, er entscheidet sich für einen Start in Italien.

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KO KOSMO-Redaktion
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