Der auf einem Bremer Recyclinghof entdeckte Säugling kam lebendig zur Welt und war bei seiner Ablage noch am Leben, wie die Staatsanwaltschaft nach der Obduktion am Mittwoch bekannt gab. Ein Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebs fand das etwa zwei Tage alte Mädchen am Dienstagmorgen beim Sortieren von Bauschutt im Hafengebiet von Bremen.
Laut Staatsanwaltschaft verstarb das Neugeborene an schweren Verletzungen. Die genaue Ursache dieser Verletzungen ist derzeit noch ungeklärt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass möglicherweise auch die Umstände der Ablagerung im Bauschutt sowie die weitere Behandlung des Abfalls zum Tod beigetragen haben könnten.
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Offene Ermittlungsfragen
Die Ermittler stehen vor zahlreichen offenen Fragen. Unklar bleibt, wo das Kind ursprünglich abgelegt wurde und wie es auf das Gelände des Recyclinghofs gelangte. Die Behörden halten es für möglich, dass das Mädchen mit einer Bauschutt-Lieferung zum Betriebsgelände transportiert wurde. Sowohl die Identität des Kindes als auch Informationen zu den Eltern sind weiterhin unbekannt.
Zum aktuellen Ermittlungsstand wurden keine weiteren Details veröffentlicht.
Industrieller Fundort
Der Fundort befindet sich auf einem Firmengelände in den Industriehäfen nordwestlich der Weser in Bremen. Auf dem Betriebsgelände lagern verschiedene Gewerbeabfälle wie Bauschutt und Kunststoffe, wie Videoaufnahmen zeigen. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete am Dienstagmorgen, wie ein Leichenfahrzeug das Areal des Recyclingunternehmens verließ.
In unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere Industrieanlagen, das Bremer Stahlwerk sowie die Baustelle für den Wesertunnel der Autobahn A281.