Mit Buttersäure bewaffnet stürmte eine unzufriedene Patientin ins Wiener Hanusch-Spital und attackierte fünf Mitarbeiter. Der Vorfall legte mehrere Ambulanzen lahm.
Im Hanusch-Spital in Wien ereignete sich am Mittwoch ein alarmierender Zwischenfall. Eine Patientin attackierte aus Unzufriedenheit mit ihrer medizinischen Versorgung einen Arzt sowie vier weitere Mitarbeiter mit Buttersäure. Die Frau hatte die stark riechende Chemikalie zuvor im Internet erworben und ins Krankenhaus mitgebracht. Der Mediziner wurde bei dem Angriff offenbar am stärksten getroffen.
Über das genaue Ausmaß der Verletzungen aller Betroffenen lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Der Vorfall zog erhebliche Konsequenzen für den Klinikbetrieb nach sich. Mehrere Fachabteilungen – darunter die Ambulanzen für Lungenheilkunde, Rheumatologie und Dermatologie – mussten zeitweise geschlossen werden.
⇢ Angriff im Krankenhaus: Arzt von Patientin mit Säure verletzt!
Spezialreinigung notwendig
Zur Beseitigung der Kontamination wurde ein Spezialreinigungsteam angefordert. Mittlerweile konnte der normale Betriebsablauf wiederhergestellt werden. Die Angreiferin wurde nach psychiatrischen Richtlinien in eine entsprechende Einrichtung eingewiesen. Eine polizeiliche Befragung war nicht durchführbar.
Wie der ORF Wien berichtet, soll die Frau den Angriff verübt haben, weil sie mit ihrer Behandlung unzufrieden war. Die Gewerkschaft reagierte mit Entsetzen auf den Vorfall.
„Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf die, die unsere Versorgung sichern.“